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Torsten Grahn, Thomas Müller, Ines Jesse, VMV-Geschäftsführer Daniel Bischof und Bürgermeister Matthias Radtke (von links) am Donnerstag in Röbel.
 

Zum einjährigen Bestehen der Regiobuslinie 12 hat Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, heute in Röbel/Müritz die Bedeutung eines gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehrs für die Mobilität im ländlichen Raum betont. Die Linie 12 verbindet seit Mai 2024 die Städte Neubrandenburg, Waren (Müritz) und Röbel/Müritz und wird wöchentlich von rund 12.000 Fahrgästen genutzt.

„Die Regiobuslinie 12 ist ein Erfolgsmodell für die Mobilität im ländlichen Raum. Sie zeigt, dass ein gut getakteter, durchgehender Linienverkehr Menschen überzeugt – sei es im Alltag oder im Tourismus.“, sagte Staatssekretärin Jesse. „Wir gestalten den Nahverkehr in Mecklenburg-Vorpommern zukunftsorientiert, bedarfsgerecht und nachhaltig – gemeinsam mit den Landkreisen und Verkehrsunternehmen im Land.“

Förderung aus Regionalisierungsmitteln

Die Linie 12 wurde im Mai 2024 als durchgehende Verbindung aus den zuvor eigenständigen Linien Neubrandenburg – Waren (Müritz) und Röbel – Waren gebildet und wird durch die Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft mbH (MVVG) betrieben. Das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit fördert das Angebot über die landeseigene Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (VMV) aus Regionalisierungsmitteln. Für das Jahr 2025 stehen dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte voraussichtlich rund 1,3 Millionen Euro Fördermittel gemäß der Förderrichtlinie TaktbusÖPNVRL zur Verfügung. Die Fahrten des Regiobus MV werden mit 2,09 Euro pro Kilometer unterstützt.

„Die Mobilitätsoffensive MV zeigt greifbare Erfolge: Mit derzeit acht Regiobuslinien in fünf Landkreisen, dem Aufbau eines flächendeckenden Rufbussystems in weiteren Regionen, dem Ausbau digitaler Angebote sowie vergünstigten Deutschlandtickets für Azubis und Seniorinnen und Senioren schaffen wir ein Mobilitätsangebot, das sich an den Bedürfnissen orientiert und auch den Anforderungen eines modernen Landes gerecht wird“, so Jesse.

Ohne Akteure vor Ort nicht möglich

„Wir arbeiten kontinuierlich daran, mit dem Landesmobilitätsnetz MV attraktive Reiseketten zu ermöglichen und Bahn, Bus und Rufbus intelligent miteinander zu verknüpfen“, betonte Staatssekretärin Jesse. „Unser Ziel ist eine öffentliche Mobilität, die zuverlässig, nachvollziehbar und für alle zugänglich ist. Sie muss einfach für die Menschen funktionieren. Aber ohne die Akteure vor Ort wäre das nicht möglich“, so Jesse abschließend, und bedankte sich bei MVVG-Geschäftsführer Torsten Grahn und dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte für die partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Thomas Müller, 2. Stellvertreter des Landrates, gab den Dank in Richtung Land zurück und blickte zugleich in die Zukunft: „Mobilität im ländlichen Raum ist ein wichtiges Thema, deshalb planen wir bereits weitere Regionallinien.“ Den Öffentlichen Personennahverkehr im größten und gleichzeitig einem der am wenigsten besiedelten Landkreise Deutschlands zu organisieren sei jedoch eine spezielle Herausforderung. Daher sei es wichtig auch mit den Kommunen, in denen bereits eigene touristische Mobilitätskonzepte vorliegen, ins Gespräch zu kommen.

„Wir wollen keine Parallelstrukturen schaffen, sondern diese Angebote möglichst gut einbinden“, so Müller weiter. „Die hohe Fahrgastanzahl zeigt deutlich, wie viel Potential in einem gut durchdachten und bedarfsgerechten ÖPNV steckt.“ Am 14. Juni 2021 hatte der Kreistag des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte die Zielvorgabe für die landesbedeutsamen Linien beschlossen und damit den Grundstein für mehr Mobilität in der Region gelegt.

Den Fahrplan für die Regiobuslinie 12 finden Sie hier.