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Forum, HKB, Mecklenburgische Seenplatte, Natur, Neubrandenburg, Umwelt

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Neubrandenburg lädt alle Interessierten herzlich zum großen Diskussionsforum über den Ausbau der Windenergie in der Mecklenburgischen Seenplatte nach Neubrandenburg ein. Die Veranstaltung findet am 25. Januar von 10 bis ca. 15 Uhr im Haus der Kultur und Bildung im großen Seminarraum statt.
Zunächst hält Gordon Käbelmann (BUND NB) einen einleitenden Vortrag zu den rechtlichen Rahmenbedingungen des Ausbaus der Windenergie. Darin soll zunächst nur die Ausgangslage dargestellt und Raum für Verständnisfragen gegeben werden. Nach einer kleinen Kaffeepause beginnt die Podiumsdiskussion. Dabei werden vier eng mit dem Thema befasste Referenten aus unterschiedlichen Perspektiven den Ausbau der Windenergie beleuchten. Im Zentrum der Diskussion soll dabei die Frage stehen, auf welchen Flächen die gesetzlich vorgegebenen 2,1% Vorranggebiet für Windenergie natur- und sozialverträglich umgesetzt werden können. Nach der Podiumsdiskussion endet die Veranstaltung mit einem Mittagessen.
Als Referenten werden ein Vertreter der Wissenschaft, ein Mitglied des Kompetenzzentrums Naturschutz und Energiewende (KNE), der Bürgermeister einer besonders betroffenen Gemeinde sowie ein Energieexperte des BUND MV anwesend sein. Geleitet wird die Veranstaltung vor Ort durch den erfahrenen Moderator Ingmar Nehls. Organisiert wird die Veranstaltung vom BUND Neubrandenburg.
Für die Verpflegung vor Ort wird ein Unkostenbeitrag von 10€ erhoben. Eine Anmeldung ist erforderlich unter info@bund-neubrandenburg.de. Es ist kein Vorwissen für diese Veranstaltung nötig.
Thema spaltet und erhitzt die Gemüter
Besonders in der Mecklenburgischen Seenplatte erhitzt und spaltet kaum kein Thema die Gemüter so sehr wie der geplante Ausbau der Windenergie. Hintergrund ist die Festsetzung der Bundesregierung, dass MV bis 2032 mindestens 2,1 Prozent seiner Landesfläche als Vorranggebiet Windenergie auszuweisen hat. Gerade in der Bevölkerung regt sich starker Widerstand gegen diese Vorgabe. Gleichzeitig stehen die regionalen Planungsverbände jedoch in der Pflicht diese Vorgabe zu erfüllen, da ihnen sonst die Befugnis dafür entzogen wird und planerischer „Wildwuchs“ droht.
Auch für die Naturschutzverbände ist dieser Ausbau eine Herausforderung. Einerseits ist die Windenergie ein unverzichtbarer Teil der Energiewende, um weg von Kohle- und Kernenergie zu kommen. Andererseits darf der Ausbau der erneuerbaren Energien nicht einseitig ohne Prüfung der Naturverträglichkeit geschehen.
Daher hat dieses Diskussionsforum zum Ziel in dem schweren Spagat den Ausbau der Windenergie natur- und sozialverträglich zu gestalten, dass die beteiligten Parteien näher zusammengebracht werden und mehr Fachwissen zu diesem komplexen Thema gestreut wird. Es gilt, im kooperativen Dialog eine gemeinsame Lösung und eine sozial- wie naturverträgliche Verteilung der 2,1 Prozent für die Mecklenburgische Seenplatte zu finden.
