Schlagwörter

, , ,

Stephan Rätsch vom „Theater mit Puppen“ erzählt die spannende Lebensgeschichte des „Wiesenknopf-Ameisen-Bläuling“ fast ohne Worte. Foto: Ute Köpke

Die Kultur- und Puppentheater-Tage des Vereins „simsalArt e.V.“ in Passentin bei Penzlin gehen am Sonnabend, 26. Oktober, mit zahlreichen Mitstreitern und einem vielfältigen Programm weiter. Zum Auftakt gibt es um 15 Uhr die spannende Lebensgeschichte des „Wiesenknopf-Ameisen-Bläuling“, fast ohne Worte erzählt von Stephan Rätsch vom „Theater mit Puppen“. Inhaltlich ist dieses Bilderbuchtheater, für Menschen ab 4 Jahre, sicher ebenfalls für Ältere interessant. Während der Stück-Nachbesprechung können Groß und Klein die Bühne inspizieren, sich selbst ausprobieren und sich gemeinsam mit dem Puppenspieler über das Gesehene austauschen.

INHALT: Der kleine blaue Schmetterling verfolgt eine ganz besondere Entwicklungs-Strategie. Seine Raupen ernähren sich zunächst ausschließlich von den Blüten des Großen Wiesenknopfs. Im Spätsommer lassen sie sich fallen und werden u. a. von Roten Gartenameisen in deren Bau getragen. Dort imitieren sie den Nestgeruch der Ameisen und werden wie deren eigene Brut gepflegt. Derweil fressen sich die Bläulingsraupen an Ameisenlarven satt, überlassen ihren Wirten aber immerhin ein zuckerhaltiges Sekret. Nachdem sie sicher überwintert haben, verpuppen sie sich. Sobald sie jedoch geschlüpft sind, müssen sie den Bau so schnell wie möglich verlassen, denn nun funktioniert ihre Tarnung nicht mehr und sie werden von den Ameisen als Beute angesehen.

Mit heutiger Lesart und Figurenzeichnung zeigt Utz Pannike vom „Panischen NOt-Theater“ Dresden den Klassiker „Faust“ um 16 Uhr. Bei diesem Live-Hörspiel mit Musik, Sound und Loop-Station für Menschen ab 14 Jahre bezieht er das Publikum mit ein. Ab 17.30 Uhr beginnt die Präsentation der Ergebnisse des „SOLARIS-Symposiums“. Interessierte Künstler haben im Vorfeld ihre „Lichtideen“ kreativ umgesetzt und so sind vom Objektbau bis zu Bühnenimprovisationen spannende Überraschungen zu erwarten.

Roman für die Bühne bearbeitet

Frei nach dem Roman „Goldregenrausch“ von Claudia Schreiber haben Kerstin Wittstamm (Spiel/ Puppenbau) und Kaspar Harlan (Text/Regie) von der Freien Bühne Wendland in Absprache mit der Autorin die Kernhandlung des Romans für die Bühne bearbeitet. Wer sehen möchte, wie Kerstin Wittstamm ihren lang gehegten Wunsch, mit einer lebensgroßen Puppe zu spielen, umsetzt, ist um 20 Uhr in Passentin richtig. Die Inszenierung ist für Jugendliche und Erwachsene (nicht für Kinder) geeignet, auch wenn durch das Puppenspiel die rüde Geschichte der Realität ein wenig enthoben wird, so der Hinweis der Künstler. Publikumsmeinung: „Wie schafft eine einzelne Frau so eine Intensität und Dichte?!? Und: mutig, dieses Thema auf dem Land…so nötig. Leider immer noch und immer wieder…“

INHALT: Greta ist die Schwester von Maries Vater. Sie hat Marie aufgezogen, weil die von den Eltern vernachlässigt wurde. Marie, die zu einem Auslandstudium aufbricht, kommt zu Greta, um sich zu verabschieden. Da Greta fürchtet, dass dies das letzte Treffen sein könnte, will sie ihrer Nichte unbedingt noch etwas erzählen, was ihr aber nicht leicht fällt.

Quer durch den musikalischen Gemüsegarten geht es ab 21.30 Uhr, wenn die Blaskapelle „TubaLibre“ aus Weimar im Dutzend zum Tanz aufspielt. Die Musizierenden des Ensembles verstehen sich als Impulsgeber:innen unideologisch aber nicht unpolitisch motivierter Unterhaltungsmusik und damit als Gegenpol zu jeder Form seichter Popularmusik. Den Abschluss nach dem Feuerwerk an kreativen Angeboten der Kultur- und Puppentheater-Tage des Vereins „simsalArt e.V.“ bildet natürlich eine Feuershow. Der Lichtkünstler Marco Lüning von „Solaris Lightart“ illuminiert mit kreativen Lichtinstallationen die Veranstaltung.

www.simsalart.de