Schlagwörter
Mecklenburg-Strelitz, Neubrandenburg, Neustrelitz, PuLS, Regenbogenfahne, Witt

Die Parteiunabhängige Liste Strelitzer Bürgerinnen und Bürger (PuLS) hat sich solidarisch mit dem Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg, Silvio Witt, und für Toleranz, Vielfalt und Weltoffenheit erklärt. „Das gesellschaftliche Klima in unserem Land wird immer unerträglicher. In Neubrandenburg ist ein parteiloser Oberbürgermeister, der im Jahre 2022 mit 87,5 Prozent der abgegebenen Stimmen für eine zweite Amtszeit wiedergewählt wurde, von seinem Amt zurückgetreten. Warum? Nach eigenen Angaben wird er schon seit langem offen und verdeckt mit Beleidigungen bis hin zu Bedrohungen überzogen und nicht nur er selbst, auch seine Familie ist dieser Situation ausgesetzt. Silvio Witt ist in all den Jahren als ein Bürgermeister aufgetreten, der sich offen für Toleranz, Vielfalt und Weltoffenheit einsetzt. Die Regenbogenfahne ist dafür ein Symbol. Offensichtlich gibt es gesellschaftliche Kräfte, die sich die Zerstörung der Vielfalt und Toleranz zum Ziel gesetzt haben. Dass es dafür eine Mehrheit in der Stadtvertretung von Neubrandenburg gibt, ist mehr als beschämend!“, heißt es in einer Erklärung von PuLS.
Für die AfD sei die Abschaffung von Toleranz und Vielfalt Programm. Insofern sei deren Votum für ein Verbot der Regenbogenfahne am Neubrandenburger Bahnhof nicht verwunderlich. Und dass Mitglieder der BSW-Fraktion ebenfalls dafür gestimmt haben, sei entlarvend. Ein Beschluss ohne Aussprache, mit diesen weitreichenden Folgen für die gesellschaftliche Entwicklung, sei mehr als befremdlich, und dass es da StadtvertreterInnen gebe, die sich in dieser zentralen Frage der Stimme enthalten, sei mehr als verwerflich. „Der ganze Vorgang ist ein Skandal! Die Abstimmung muss wiederholt werden!“ PuLS fordert die demokratischen Kräfte in der Neubrandenburger Stadtvertretung auf, einen Antrag zu stellen, der das Aufhängen der Regenbogenfahne am Neubrandenburger Bahnhof wieder ermöglicht! „Was in Neubrandenburg passiert ist, geht uns alle an!“
PuLS solidarisiert sich mit Silvio Witt und spricht ihm den allergrößten Respekt dafür aus, dass er seine schwere Entscheidung so transparent machte. „Wir fordern den Aufstand der Anständigen in der Stadtvertretung und fordern auch alle Bürgerinnen und Bürger auf, gegen diese konkrete Diskriminierung eines engagierten Demokraten Einspruch zu erheben, wo immer es möglich ist. Wir stehen für Demokratie, Freiheit und soziale Gerechtigkeit! Wir stehen für eine Region der Vielfalt und der Willkommenskultur und wenden uns gegen jede Art von Menschenfeindlichkeit!“