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Beladen mit temperamentvollen, melancholischen, frechen, leidenschaftlichen und berührenden Melodien zieht der „Rothe Esel“ seinen Liederkarren durch die Lande. Am kommenden Sonnabend, 8. Juni, macht er um 18 Uhr in Passentin Station, um ein Konzert in der Dorfkirche zu geben.

Sein reichhaltiger Melodienschatz speist sich aus allem, was den wandernden Völkern der Roma, Sinti, Tsigani, Kalderasch, Lovara und wie sie sich selbst noch bezeichnen, unterwegs musikalisch begegnet sein könnte. Da finden sich Balkanklänge, orientalische Melodien, Fadogesänge, Tänze wie Czardas, Walzer, Kolo, Schlaflieder, Lieder zu rituellen Festen und vieles mehr. Gesungen in den vielen Dialekten ihrer Sprache Romani, erzählen die Lieder von der Lebensfreude, von Freiheit und Abenteuer aber auch von Armut, Entbehrung und Ausgrenzung.

In ihrer variantenreichen und kreativen Mischung aus regionaler Musik und eigenen Intentionen, ist die „Zigeunermusik“ ein lebendiges Beispiel für das Verbindende der Kulturen der Völker und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Kleine Geschichten bereichern die musikalische Reise und zeichnen ein farbenreiches, vielschichtiges und ehrliches Bild einer Volksgruppe aus verschiedenen Familienverbänden, die in jeder Gesellschaft als ebenbürtige Menschen wahrgenommen werden wollen.

Der Name „Rother Esel“ ist ein Wortspiel aus den Namen der drei Musikerinnen Doreen Rother (Flöten, Gesang, Perkussion), Antje Seele (Geige, Gesang) und Evelyn Ebel (Akkordeon). Gemeinsam fahren sie mit ihrem musikalischen Eselskarren über viele Brücken und laden ein, sich von den Melodien voller Freude, Lebensmut und Hoffnung berühren zu lassen.