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2. Bundesliga Nord, Mecklenburg-Strelitz, PSV Neustrelitz, TuS Mondorf, Volleyball

Das war schon Zweitligavolleyball auf höchstem Niveau, was da gestern Abend in Neustrelitz geboten wurde (Strelitzius berichtete kurz). Entsprechend begeistert gingen die Fans mit Pauken, Trommeln, Klatschpappen und Stimmgewalt in der Halle der Bundespolizei mit, um ihren PSV gegen die favorisierten Mondorfer zu unterstützen. Erfolgreich, wie sich erwies, mit 3:2 konnten die Gastgeber die spannende Partie für sich verbuchen und nach den überraschenden Bocholtern am vergangenen Wochenende (3:0) dem Primus ebenfalls ein Bein stellen. „Immer, wenn ich in die Halle kommen, spielen die fünf Sätze“, so eine einigermaßen erschöpfte, aber glückliche PSV-Anhängerin im Anschluss auf dem Parkplatz.
Voller Einsatz ist vor allem auch unseren Jungs zu bescheinigen. Die konnten in Bestbesetzung gleich den ersten Durchgang für sich verbuchen. Die Mondorfer starteten sehr stark, schossen aus allen Rohren und wollten wohl gleich klarmachen, wer Chef am hohen Netz ist. Die Gastgeber bemüht irgendwie dran zu bleiben, beim 16:16 hatten sie den amtierenden Meister mit einem Monsterblock von Paul Sprung dann eingeholt, eroberten sogar die Führung durch den starken Stephanos Haridimou und bauten die bis zum 25:20 noch aus.
Im zweiten Durchgang ließen sich die Nordrhein-Westfalen den Vorsprung von Beginn an nicht nehmen. PSV-Coach Jonathan Kendrick Scott wechselte durch, alle PSV-Spieler kamen zum Einsatz. Mit variablerem Spiel wurde versucht den Gästen beizukommen, kurz vor Satzende schöpften die Neustrelitzer Fans noch einmal Hoffnung. Aber dann Satzball für die Mondorfer, und der wurde auch verwandelt.
Satz 3: Der Tabellenführer legt los wie die Feuerwehr, ist schnell auf vier Punkte Abstand davongeeilt und zeigt, warum er auf Platz 1 steht. Schnelle, flache Pässe, große Schwierigkeiten für den PSV-Block, und ein klarer Satzerfolg. Am Ende die Frage, oder der PSV noch einmal kommt. Und er kommt. Wirft alles in die Waagschale, egalisiert die frühe Führung des Gegners zieht zum 18:15 davon. Die Mondorfer etwas neben der Spur, zeigen jetzt Wirkung, während die Neustrelitzer ihren Vorsprung bis in den Tiebreak halten können.
Und den hat der PSV Neustrelitz dann nach dem 5:5 dominiert, Maximilian Auste wie gewohnt im Angriff wie im Block eine Bank, aber auch Außenangreifer Bryan Reise hat wichtige Punkte gemacht, von Johannes Mönnich ganz zu schweigen. Alles in allem eine runde Teamleistung. Kompliment an unsere Mannschaft für diese überzeugende Vorstellung. Kleiner Kritikpunkt: Viel zu viele vergebe Aufschläge. Aber kein Spiel ist perfekt.
Coach: Es hätte nicht besser laufen können
Das sah auch der Trainer so. „Das intensive Training der letzten Wochen hat sich ausgezahlt und die Mannschaft hat die Vorgaben hundertprozentig umgesetzt. Es war gut, dass wir jeden Spieler heute auch einsetzen konnten. Dem Meister vor unserem Publikum ein 3:2 abzutrotzen, es hätte nicht besser laufen können. Im Vergleich zum Saisonbeginn sind alle meine Jungs deutlich stärker geworden. So ein Niveau über fünf Sätze zu halten, das ist eine neue Qualität. Wir haben ein spezielles Programm gemacht, und das zahlt sich jetzt aus.“
Mit PSV-Volleyballchef Patrick Scholz habe ich auch noch kurz in der Halle gesprochen. Seine Gedanken und die seiner Mitfunktionäre kreisen schon um die nächste Saison, in der das Bundesligateam weiter verstärkt werden soll. Und die Rückkehr in den Volleyball-Tempel des PSV Strelitzhalle soll natürlich gebührend gefeiert werden. Wann das sein wird, wissen immer noch die Götter. Erhebliche und aus meiner Sicht auch berechtigte Skepsis besteht, dass die Sanierung wie verkündet bis zum Start des kommenden Schuljahres abgeschlossen ist. Immerhin war dieser Tage aus dem Rathaus zu erfahren, dass eine Entwässerungsfirma gefunden worden ist und den Zuschlag erhalten hat.
Im nächsten Punktspiel tritt der PSV Neustrelitz (5.) in der 2. Bundesliga Nord am kommenden Sonnabend beim TSV Giesen II (3.) an. Da ist eine weitere harte Nuss zu knacken. Das Heimspiel gegen die GRIZZLYS ging 1:3 verloren.


