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Jesco Genzmer für den PSV Neustrelitz im Angriff, daneben von links Bruder Jacob Genzmer, Johannes Mönnich, Tom Orzelski und Paul Sprung.

Unsere Zweitligavolleyballer vom PSV Neustrelitz sind mit einer Niederlage ins neue Jahr gestartet. Vor rund 150 Zuschauern, ein paar mehr hätten es sein dürfen, verlor das Team von Coach Jonathan Kendrick Scott sein Heimspiel gegen den FC Schüttorf 09 mit 2:3 (28:30, 26:24, 27:29, 25:21, 10:15). Im fünften Satz gab es eine mehr als zweifelhafte Schiedsrichterentscheidung zu Ungunsten der Gastgeber und eine Rote Karte gegen PSV-Cotrainer Dirk Heß. Hatten die Neustrelitzer zu diesem Zeitpunkt noch alle Chancen, als Sieger die Halle der Bundespolizei zu verlassen, riss der Spielfaden bei ihnen und die Gäste konnten den Tiebreak klar für sich entscheiden.

Schon im ersten Durchgang war klar, dass das heute Abend eine enge Kiste wird. Fünf Satzbälle konnten die Neustrelitzer nicht für sich verbuchen, den Schüttorfern reichte der zweite, um in Front zu gehen. Auch der zweite Satz ein Tanz auf des Messers Schneide, nachdem der PSV einen klaren Vorsprung eingebüßt hatte. 22:20 lagen die Schüttorfer vorn, aber nun gingen die Punkte an die Gastgeber, die mit starkem Angriffs- und Blockspiel den Satz noch herumreißen konnten. In Satz 3 liefen die Neustrelitzer den Schüttorfern von Beginn an hinterher, die sich bis auf fünf Punkte Differenz absetzen konnten. Zwischendurch machte sich eine gewisse Ratlosigkeit bei den PSV-Spielern bemerkbar, aber auch die wurde überwunden. Jubel in der Halle beim Ausgleich zum 18:18, der PSV hat einen kurzen Lauf. Am Ende wieder die Niedersachsen mit den stärkeren Nerven. Im vierten Satz können die Neustrelitzer nach ausgeglichenem Beginn einen 4-Punkte-Vorsprung über die Runden bringen. Die Entscheidung im Tiebreak, siehe oben.

Ausgezeichnet: Marcin Kapuśniak (rechts) und Jesco Genzmer.

Als beste Spieler wurden bei den Schüttorfern Zuspieler Marcin Kapuśniak und bei den Neustrelitzern Außenangreifer Jesco Genzmer ausgezeichnet, der heute wirklich ein überragendes Spiel abgeliefert hat. Das sah auch Coach Scott so. „Jesco war sehr stark. Es war ein gutes Spiel auf beiden Seiten, wobei wir es besser können. Aber die Entscheidung des Schiedsrichters an einer so entscheidenden Stelle, wo es so extrem knapp zugeht, hat uns unserer gesamten Energie beraubt und den Spielfluss zerstört. Eine Rote Karte nur auf eine Reaktion hin zu geben, ohne Vorwarnung und ohne zu wissen, was eigentlich los ist, das geht gar nicht. Die ganze Halle hat gesehen, dass der Schüttorfer Spieler beim Aufschlag übertreten hat, nur der Unparteiische nicht.“

Die Fans standen bis zum Ende lautstark hinter den Jungs vom PSV. Das ging bis zur persönlichen Ansprache eines kleinen Mädchens an Tom Orzelski beim Aufschlag. Der sonst eher Unnahbare musste lächeln und machte prompt den Punkt. Ansonsten eine bittere Niederlage, die die Neustrelitzer Volleyballer erst mal verdauen müssen. Zwei Wochen bleiben Zeit, bevor es am 27. Januar daheim gegen den Nachbarn SV Lindow-Gransee geht.

Coach Jonathan Kendrick Scott hat seine Spieler immer wieder motivieren können.
Die Zuschauer haben das Kommen sicherlich nicht bereut, für reichlich Spannung war gesorgt.