Schlagwörter
Behinderte, Bildungsfachkräfte, Hochschule, Inklusion, Mecklenburgische Seenplatte, Neubrandenburg

Seit 2021 werden im Projekt „Inklusive Bildung M-V“ an der Hochschule Neubrandenburg Menschen mit Beeinträchtigungen zu Bildungsfachkräften qualifiziert. Ziel ist es, dass diese zukünftig Hochschulangehörigen sowie Mitarbeitenden in Wirtschaft und Verwaltung die speziellen Anforderungen von Menschen mit Behinderungen vermitteln. Über eine Weiterführung und -finanzierung des Projekts wurde nun entschieden.
Die Qualifizierung der fünf Bildungsfachkräfte wird planmäßig Ende Juli 2024 abgeschlossen sein. Zwischen dem Wissenschafts-, dem Sozialministerium und der Hochschule ist eine Einigung erzielt worden. Im Anschluss an die Qualifizierung soll die Beschäftigung der ausgebildeten Teilnehmer*innen an der Hochschule in den Jahren 2024 und 2025 abgesichert sein. Über die Fortführung des Projekts nach 2025 wird noch diskutiert. 30 Prozent der Kosten für die Bildungsfachkräfte sowie eine Betreuungsperson trägt das Wissenschaftsministerium in Kooperation mit den Hochschulen. Das Sozialministerium übernimmt weitere 30 Prozent, die restlichen 40 Prozent werden aus dem Landeshaushalt finanziert.
„Beispielhaftes Projekt“ verbessert berufliche Chancen für schwerbehinderte Menschen
„Das Projekt Inklusive Bildung M-V ist ein tolles Beispiel für gelebte Inklusion. Ich bin sehr froh (…), dass es uns gemeinsam gelungen ist, die Weiterbeschäftigung der fünf Bildungsfachkräfte zu sichern. Ich bin mir sicher, dass die Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Hochschulen, Behörden und Unternehmen des Landes viel von den Erfahrungen der Bildungsfachleute profitieren können“, sagte Wissenschaftsministerin Bettina Martin. „Durch das beispielhafte Projekt an der Hochschule Neubrandenburg profitieren beide Seiten. Die Menschen mit Beeinträchtigungen erhalten eine Qualifizierung und die Studierenden und Lehrkräfte können im direkten Austausch wertvolle Erfahrungen für ihre künftige Tätigkeit sammeln.“
„Unsere fünf ausgebildeten Bildungsfachkräfte für Inklusion sind Expertinnen und Experten in eigener Sache. Sie können daher besonders gut den Studierenden sowie Lehr-, Fach- und Führungskräften die Lebenswelten, spezifischen Bedarfe und Kompetenzen von Menschen mit Behinderungen vermitteln“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese. „Das Projekt (…) trägt dazu bei, Verständnis und Vertrauen für die Belange schwerbehinderter Menschen zu schaffen. Wir verbessern auf diese Weise die beruflichen Chancen schwerbehinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.“
„Ich bin (…) dankbar, dass die in den letzten Monaten geführten intensiven Gespräche mit dem Wissenschaftsministerium, dem Sozialministerium, Vertretern der Regierungsfraktionen und weiteren Landtagsabgeordneten sowie der Konferenz der Rektorinnen und Rektoren der Hochschulen und Universitäten des Landes dazu geführt haben, dass die Inklusive Bildung M-V fortgesetzt werden kann“, so der Rektor der Hochschule Neubrandenburg Gerd Teschke.