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Bereits in der Strelitzer Straße gab es die ersten Gespräche von Frank-Walter Steinmeier, links Andreas Grund, mit Einwohnern. Diese Bürgerinnen meinten unter anderem, dass Russland auch durch die NATO-Osterweiterung provoziert worden ist. Der Gast hielt dem frühere Äußerungen Putins entgegen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist am Nachmittag mit dem Regionalexpress zu einer dreitägigen „Ortszeit“ in Neustrelitz eingetroffen. Er wolle den Berlinern zeigen, dass man auch ohne Auto schnell und komfortabel ins schöne Neustrelitz komme, das ja praktisch vor der Haustür der Bundeshauptstadt liege, begründete er die Anfahrt auf der Schiene. Am Bahnhof wurden Steinmeier und seine Begleitung von Bürgermeister Andreas Grund empfangen. Zu Fuß ging es über die Strelitzer Straße zum Rathaus am Markt.

Unterwegs kam es mehrfach zu spontanen Gesprächen mit Bürgern. Davon wünscht sich der Politiker in den nächsten Tagen noch viel mehr, betonte er. Er wolle erfahren, was die Leute drückt, dazu sei er nach Neustrelitz gekommen. Bereits bei den ersten Unterredungen wurde deutlich, dass vor allem der Krieg in der Ukraine und die Konsequenzen daraus für Deutschland, die Wirtschaft und die privaten Haushalte auch in der Residenzstadt die Menschen bewegt. Steinmeier erfuhr aber auch von Bürgern, wie gern sie in Neustrelitz leben.

Eintragung ins Goldene Buch

Im Rathaus trug sich der prominente Besucher ins Goldene Buch der Stadt ein, bevor er sich zu einem kurzen Gespräch mit den Stadtvertretern zurückzog. Im Anschluss wurde Steinmeier von Mitgliedern des Neustrelitzer Jugendbeirates ein Stück durch die Stadt zum Carolinum begleitet. Der Kontakt mit jungen Leuten, ihre Sicht zu erfahren, ist für den Besucher nach eigener Aussage besonders wichtig.

Mit der „Kaffeetafel kontrovers“ am morgigen Tag sei bewusst ein Gesprächsformat gewählt worden, bei denen er sich mit Menschen an einen Tisch setze, „ob nun rund oder eckig, von denen wir wissen, dass wir unterschiedlicher Meinung sind“. Er hoffe, dass auch Streitgespräche im gegenseitigen Respekt geführt werden und zu mehr Klarheit auf beiden Seiten führen. „Ich bin da sehr zuversichtlich.“

Steinmeier abschließend auf dem Markt vor dem Rathaus: „Ich freue mich in einer Stadt zu sein, die vor allem in den 90-er Jahren Umbrüche erlebt hat, aber auch Kraft aus ihrer Geschichte zieht, die sich zu einem anerkannten Zentrum der Kultur und des Tourismus entwickelt hat. „Ich freue mich auf Neustrelitz und die vielen Gesprächsmöglichkeiten, die wir hier haben werden!“

Begeistert von den „CaroAces“

Im Neustrelitzer Carolinum traf der Bundespräsident mit den jungen Roboteringenieuren der „CaroAces“ zusammen. Steinmeier war begeistert von dem langlebigen, perspektivreichen und international erfolgreichen Projekt und ließ es sich nicht nehmen, einen der Lego-Roboter selbst zu steuern. Der Gast würdigte das Engagement des Schulvereins und wurde im Gegenzug eingeladen, als Referent bei der International Summerschool 2023 aufzutreten.

Weiter führte ihn sein Weg durch Neustrelitz ins Kunsthaus. Für morgen ist neben der Kaffeetafel ein Gespräch mit Mitarbeitenden sowie Anwärterinnen und Anwärtern des Bundespolizeiaus- und Fortbildungszentrums Neustrelitz vorgesehen. Am Donnerstag begrüßt Frank-Walter Steinmeier mit militärischen Ehren den slowenischen Präsidenten Borut Pahor in Neustrelitz auf dem Marktplatz, der sich ebenfalls in das Goldene Buch eintragen wird. Besuche im Biomasseheizkraftwerk und im Landeszentrum für erneuerbare Energien sowie eine Diskussionsrunde mit Vertreterinnen und Vertretern des Mittelstands zu aktuellen Fragen und Maßnahmen der Energieversorgung auf kommunaler Ebene schließen Steinmeiers inzwischen vierte „Ortszeit“ ab.

Immer wieder suchten Neustrelitzer das Gespräch mit dem Besucher.
Frank-Walter Steinmeier mit Schulleiter Henry Tesch bei den „CaroAces“.
Beim Gang durch die Strelitzer Straße.
Mitglieder des Jugendbeirates laden Steinmeier zu einem Gang durch die Stadt ein.
Frank-Walter Steinmeier bei einem ersten Statement vor Journalisten auf dem Markt. Dabei verteidigte er auch die Politik der Bundesregierung gegenüber Russland.