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Ein 55-Jähriger aus dem Bereich Neustrelitz hat durch „love scamming“ – digitaler Liebesbetrug – etwa 90.000 Euro verloren. Über Portale mit Kontaktanzeigen hat er eine Frau kennengelernt, die vorgab, als Amerikanerin gerade in Deutschland zu leben und in ihrer Heimat eine Millionen-Erbschaft gemacht zu haben.

Damit das Geld nach Deutschland transferiert werden könne, sollte er für sie die Transaktionsgebühren und andere Vorabkosten auslegen. Ihm wurden die Rückzahlung und ein Anteil an dem Millionen-Erbe als Gegenleistung versprochen.

Gerade im Fall von „love scamming“ sind die Methoden sehr ausgefeilt. Die Betrüger gehen sehr geduldig vor, bauen teils über Monate hinweg eine Art Beziehung zu dem Opfer über Chats und sogar auch über Skype-Anrufe auf. So fassen die Opfer noch mehr Vertrauen. Und dann schlagen sie mit ihren Mitleidsmaschen zu. In vielen Fällen nehmen Opfer sogar hohe Kredite auf, um die Überweisungen tätigen zu können.

Betroffenen Bürgern wird geraten, bei Geldforderungen sofort sämtliche Kontakte abzubrechen und die Polizei zu informieren. Sollte bereits Geld überwiesen worden sein, dann sollten schnellstmöglich Polizei und Hausbank angerufen werden, um die Summe gegebenenfalls noch zurückholen zu können.