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In Flachwasserbereichen von Seen mit einer ständigen Wasserschneckenpopulation und reichlich Wasservogelbesatz kann es durch die rasche Erwärmung derzeit zu erheblicher Vermehrung von Saugwürmern (Trematoden) kommen, die im Larvenstadium Hauterscheinungen beim Menschen hervorrufen können. Die sogenannte Zerkarien- bzw. Badedermatitis ist im Normalfall harmlos, heißt es seitens der Kreisverwaltung Mecklenburgische Seenplatte. Bemerkt werden zehn bis 24 Stunden nach dem Baden Rötungen und Quaddeln, die mit erheblichem Juckreiz verbunden sind.

Aus diesem Grund sollten wasserpflanzenreiche flache Uferzonen von Seen mit erheblichem Wasservogelbesatz und Wasserschneckenvorkommen, insbesondere bei Wassertemperaturen über 23 °C, gemieden werden. Es ist zu empfehlen, Badebekleidung unmittelbar nach Verlassen des Wassers abzulegen und den Körper gründlich abzutrocknen. Einen zusätzlichen Schutz bietet das Eincremen mit einem wasserfesten Sonnenschutzmittel.

Im Fall des Auftretens einer Badedermatitis sollte der Haus- bzw. Hautarzt aufgesucht werden. Die symptomatische Behandlung vermindert den Juckreiz und somit mögliche Sekundärinfektionen durch Kratzen.