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Djibril N’Diaye erzielt den Anschlusstreffer in der 52. Minute.

Um die Gefährlichkeit von Zehlendorfs Torjäger Sebastian Huke wissen, ist die eine Sache, ihn zu kontrollieren, die andere. Die TSG-Abwehr war damit jedenfalls überfordert und konnte gleich drei Treffern Hukes nur hinterhergucken. Am Ende verloren die Residenzstadtkicker mit 2:3 (0:2) ihr heutiges Heimspiel im Parkstadion und verfehlten damit ihr Minimalziel, trotz Ausfalls von fünf Stammspielern wenigstens einen Punkt gegen die Herthaner zu holen.

Über die erste Halbzeit möchte man eigentlich den Mantel des Schweigens ausbreiten. Ängstlich, nervös, statt langer Bälle nach vorn Ballverluste im Mittelfeld, die Gäste konnten locker aufspielen und bedankten sich mit den Toren in der 16. und in der 22. Minute. Einzig Djibril N’Diaye kam zu gleich zwei Torchancen in der 12. Minute, als der Zehlendorfer Keeper beide Male nicht das Leder festhalten konnte. Es sollte nicht sein für „Dieter“ und die TSG.

Mit dem nach der Pause eingewechselten Kürsat Mahmut Cicek ging es plötzlich viel mehr nach vorn.

Nach der Pause die TSG Neustrelitz wie ausgewechselt. Plötzlich war der Kampfgeist erwacht, es wurde Druck nach vorn entfaltet, und die Belohnung ließ nicht auf sich warten. Djibril N’Diaye traf zunächst in der 52. Minute aus Nahdistanz unhaltbar mit einem satten Schuss. In der 74. Minute verwandelte „Dieter“ dann unter dem Jubel der wenigen Zuschauer an diesem ersten Adventssonntag einen Strafstoß nach Foul an Giorgaki Tsipi. Das Tagesziel schien erreicht, aber da hatte die TSG die Rechnung ohne ihre Abwehr mit Filip Luksik an der Spitze gemacht, die heute nicht gut aussah. In der 80. Minute kann Huke erneut ungehindert einschießen, der Neustrelitzer Ersatzschlussmann Patryk Robert Kujawa machte dabei auch nicht die glücklichste Figur.

„Ein Sebastian Huke macht schon den Unterschied in der Liga“, sagte mir TSG-Coach Tomasz Grzegorczyk nach der Partie. „Der weiß genau, wo er stehen muss.“ Positiv sei anzumerken, dass sich unsere Mannschaft nach dem Debakel von Brandenburg wieder stabilisiert habe. Die zweite Halbzeit mit dem Offensivdrang der Neustrelitzer habe ihm gut gefallen. Natürlich habe das 3:2 nicht passieren dürfen. „Wir schauen nach vorn“, so mein Blogpartner.

Das letzte Wort habe ich heute TSG-Sprecher Stephan Neubauer gelassen: „Wir haben heute zwei völlig verschiedene Halbzeiten gesehen. Was unsere Spieler in den ersten 45 Minuten vermissen ließen, haben sie in der zweiten Hälfte mit viel Kampfeist wettgemacht. Am Ende sind wir wieder an uns selbst gescheitert.“ Es gebe viel vor der Rückrunde zu tun. 

Im letzten Spiel vor der Winterpause empfangen die Neustrelitzer Oberligisten am kommenden Freitag den SV Altlüdersdorf. Der rangiert auf Platz 11 und dürfte ein schwererer Gegner sein, als noch zu Beginn der Saison. Seinerzeit hatte die TSG auswärts souverän 4:1 gewonnen.

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