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Die Neubrandenburger Polizei hat den mutmaßlichen Entblößer vom Kulturpark (Strelitzius berichtete) ermittelt. Die beiden von dem Mann sexuell belästigten Geschwisterkinder im Alter von elf und sieben Jahren hatten den Exhibitionisten so gut beschrieben, dass er am heutigen Montag im Stadtgebiet festgenommen werden konnte. Die Polizei geht davon aus, den Gesuchten gefunden zu haben.

Der 54-jährige Neubrandenburger ist vorbestraft. Mit dem Beschuldigten wurde eine erkennungsdienstliche Behandlung durchgeführt. Ihm wurde eine DNA-Probe entnommen und eine sogenannte Gefährderansprache gehalten. Die Ermittlungen der Kripo dauern an.

Strelitzius hat sich mal in einem Material des Zentralen Psychologischen Dienstes der Bayerischen Polizei schlau gemacht, was denn eine Gefährderansprache ist. Der Terminus taucht jetzt häufiger in Polizeimeldungen auf. Bei der Ansprache handelt es sich demnach um „ein verhaltensbeeinflussendes Instrument. Die individuelle Ansprache signalisiert dem potentiellen Gefährder, dass polizeiliches Interesse an seiner Person besteht, die Gefährdungslage bei der Polizei registriert und die Lage ernst genommen wird.“ Weiter heißt es: „Die individuelle Ansprache bewirkt, dass dem Täter ein erhöhtes Tatentdeckungsrisiko deutlich gemacht wird und durch das Gespräch zusätzliche Informationen gewonnen werden können, die für das polizeiliche Folgehandeln eine wichtige Grundlage bilden.“

Darüber hinaus habe die Gefährderansprache gerade im Bereich der Jugendkriminalität in besonderem Maße zum Ziel, „die jugendtypische Normunsicherheit durch klare Grenzsetzung und das Aufzeigen von Konsequenzen in Richtung eines sozialkonformen Verhaltens zu beeinflussen“.