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Torjäger Djibril N’Diaye (am Ball) hatte die TSG Neustrelitz in Führung gebracht. Vorn Francesco Petrovic, hinten rechts Mannschaftskapitän Filip Luksik.

Die Oberligisten der TSG Neustrelitz bleiben auch im zehnten Spiel in Folge ungeschlagen. Am Freitagabend trennte sich die Elf im heimischen Parkstadion vom Greifswalder FC leistungsgerecht mit 1:1 (1:0). Die erste Halbzeit hatte klar den Gastgebern gehört, die im Gegensatz zum Spiel in Torgelow diesmal bewiesen haben, dass sie Fußball spielen können. Die Greifswalder nutzten aber das geringste Nachlassen der TSG, um sich mit schnellen Gegenstößen eigene Torchancen zu erarbeiten. Zwischen der 28. und der 40. Minute brannte es mehrfach lichterloh vor dem Kasten des wieder glänzend aufgelegten TSG-Keepers Felix Junghan. Zum Glück trafen die Gäste selbst das leere Tor nicht.

Jannes Harsch wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt und sorgte für Druck nach vorn.

Nachdem der durchgelaufene und super bediente Bartosz Flis bereits in der 6. Minute aus Nahdistanz dem Greifswalder Keeper direkt in die Arme gespielt hatte, machte es Djibril N’Diaye in der 42. Minute besser. „Dieter“ staubte einen Ball des Gästeschlussmannes per Kopf ab, den der nach Flanke von der linken Seite nur noch mit den Fingerspitzen erreicht hatte.

Gleich nach dem Seitenwechsel hätte Dmytro Pylypchuk völlig freistehend für die Vorentscheidung sorgen müssen. Leider ballerte er das Leder erheblich über das Gehäuse. Es folgte die Wende in diesem Match. In der 50. Minute führt ein schneller Gegenangriff der Gäste zum Ausgleich, die im Stil einer Klassemannschaft die komplette TSG-Abwehr nach allen Regeln der Kunst ausspielten.

Nun lagen die Nerven kurzzeitig blank und Nils Röth sah in der 51. Minute nach Foulspiel die Rote Karte. Trotzdem steckten die Platzherren nicht auf, kämpften tapfer um jeden Ball und konnten Entlastungsangriffe vortragen. Mit einer Glanzparade von Junghan kurz vor dem Abpfiff wurde das Unentschieden über die Runden gebracht.

Coach Tomasz Grzegorczyk war nach der Partie nicht unzufrieden.

Tomasz Gregorczyk freute sich im Gespräch mit mir, dass die Serie der TSG, die in dieser Saison erst ein Spiel verloren hat, auch heute nicht durchbrochen wurde. Für ihn war Pylypchuks vergebene Torchance ebenfalls der Knackpunkt der Partie. „Ich habe den Jungs ja gesagt, dass nur gewinnen kann, wer Tore schießt. Diese Chance gleich nach dem Wiederanpfiff hätten wir nicht auslassen dürfen.“ Die Mannschaft habe aber auch in der Unterzahl Stärke gezeigt. Ein Sonderlob hatte der Coach für seinen Torwart Felix Junghan parat. Die Greifswalder wiederum hätten bewiesen, dass sie zurecht in der Spitzengruppe der Liga stehen.

Das Schlusswort habe ich heute TSG-Präsident Hauke Runge gegeben. „Ich kann nicht sagen, dass die Rote Karte unberechtigt war, unglücklich war sie allemal. 50 Minuten lang war das unser Spiel, aber auch danach haben wir gut gegengehalten. Beide Seiten können mit der Punkteteilung zufrieden sein.“

Schlechte Nachricht: Unser Samurai Ryota Okumura hat sich im Training einen Muskelfaserriss zugezogen und fällt für mindestens drei Wochen aus. Am kommenden Freitag, den 9. November, empfängt die TSG Neustrelitz im Parkstadion Hansa Rostock II. Rund 350 Zuschauer haben heute ein attraktives Spiel gesehen, vielleicht sind es in einer Woche noch ein paar mehr.