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Plastiken des halleschen Bildhauers Bernd Göbel waren bereits wiederholt in Ausstellungen der Plastikgalerie Schlosskirche Neustrelitz zu sehen. Vom 4. August bis zum 3. Oktober würdigt die Plastikgalerie Schlosskirche Neustrelitz Werk und Wirken Göbels mit einer ihm eingerichteten Personalausstellung (Strelitzius berichtete). Der Künstler wird zur Eröffnung am 4. August um 15 Uhr in Neustrelitz erwartet.

Göbel hat sich als Künstler und langjähriger Leiter der Bildhauerklasse an der Kunsthochschule Halle, Burg Giebichenstein, einen weithin anerkannten Namen verschafft. Er zählt zu den profiliertesten deutschen Bildhauern der Gegenwart.

Joachim Penzel, ein profunder Kenner der Kunst Bernd Göbels, charakterisiert dessen Werk im Katalog wie folgt: „Es gibt künstlerische Gesamtwerke, deren historische Standortbestimmung nicht einfach ist, weil sie aufgrund ihrer spezifischen inhaltlichen, formalen und technischen Qualitäten über ihre zeitgeschichtliche Bindung hinausweisen und in den Raum von Kunst- und Kulturhistorie ausgreifen. Dazu gehört das facettenreiche Oeuvre, das der hallesche Bildhauer Bernd Göbel in den letzten fünf Jahrzehnten geschaffen hat. Kleinbronzen und öffentliche Bildwerke, Brunnengestaltungen und baugebundene Kunst, Porträts, Medaillen, Fayencen und plastische Collagen, aber auch ebenso Zeichnungen und ein gewaltiges Konvolut an Holzschnitten kennzeichnen die materielle Basis dieses Werkes. Sein Kern ist der menschliche Körper als ursprünglicher Ort jeder Art von Sinnhaftigkeit, die der Künstler in immer neuen Varianten untersucht.“

Die Ausstellung versucht einen Einblick in die Vielseitigkeit des Göbelschen Werkes zu geben. Dabei dürfte sie – auch bei aller Ausschnitthaftigkeit – dem Besucher dessen bildhauerischen Reichtum sichtbar machen. Die 32 ausgestellten Werke umfassen Bronzeplastiken, Holzskulpturen und Fayencen aus der Zeit von 1976 bis 2018. Die Plastikgalerie ist Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet.