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Der staatlich anerkannte Erholungsort Mirow hat sich zum „Ansommern“-Wochenende im Bereich der Schlossinsel nicht von seiner besten Seite gezeigt. Diese Auffassung vertritt mein Korrespondent Kevin Lierow, der immer ein waches Auge auf seine Heimatstadt hat. Viele Touristen seien bei dem schönen Wetter zu Fuß die Strelitzer Straße hinuntergekommen, vorbei an zerfallenden sowie verschmutzten Bauten und Verkehr in einer Frequenz und Lautstärke, dass man sich kaum unterhalten konnte. Bis zur fertigen Ortsumgehung werden noch weitere Jahre ins Land gehen, wie unlängst bei einem Forum mit Behördenvertretern in Mirow zu erfahren war (Strelitzius berichtete).
Endlich an der Schlossinsel angekommen, seien die Besucher von überquellenden Papierkörben begrüßt worden und einem Stadtgraben, der weit entfernt von den angekündigten Aufräumarbeiten sei. An einem darin schwimmenden Baum sei sogar noch das Seil befestigt, mit der er aus dem Wasser gezogen werden sollte. „Man hat zwar angefangen, aber nichts zu Ende gebracht“, so die Einschätzung von Kevin Lierow. Auch die durch Beläge verunzierte Torhausbrücke sei nicht eben eine Werbung für den Ort. Vorbei an heruntergefallenen Krähennestern und toten Vögeln, seien die Touristen dann sicherlich froh gewesen das Schloss zu erreichen.
Kevin Lierow zitiert aus dem Bericht des Bürgermeisters vom 10. April, wonach in Folge einer Einwohnerversammlung viele Hinweise schon „abgearbeitet“ seien, und kommentiert: „Da habe ich eine andere Auffassung von Abarbeiten.“

Lieber Strelitzius,
genau solche Beiträge sind es, die nach meiner Meinung ein völlig falsches Bild zeichnen. Hier könnten genauso gut die unzähligen schönen Seiten von Mirow aufgezählt werden. Das sollte das primäre Ziel sein zusammen mit dem Abstellen der vorhandenen Mängel.
Grundsätzlich mag ich deine Berichte sehr und bin treuer Leser.
Beste Grüße Axel
Lieber Axel,
ich bin bestimmt der Letzte, dem man mangelnde Heimatliebe vorwerfen kann. Mein ganzer Blog fußt darauf. Und gerade Mirow habe ich in ihm schon unzählige Meldungen gewidmet, die die Stadt von ihren schönen Seiten zeigen. Womit ich nicht Schönfärberei meine, sondern wohlverdientes Lob. Strelitzius will aber den Leuten auch eine Stimme geben. Und wo Kritik angebracht ist, wie im vorliegenden Fall, da findet sie hier auch ihren Platz. Sonst werden nämlich keine Mängel abgestellt. Ein Dankeschön für deine Treue und Zuneigung, und bleibe mir bitte gewogen.