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Der staatlich anerkannte Erholungsort Mirow hat sich zum „Ansommern“-Wochenende im Bereich der Schlossinsel nicht von seiner besten Seite gezeigt. Diese Auffassung vertritt mein Korrespondent Kevin Lierow, der immer ein waches Auge auf seine Heimatstadt hat. Viele Touristen seien bei dem schönen Wetter zu Fuß die Strelitzer Straße hinuntergekommen, vorbei an zerfallenden sowie verschmutzten Bauten und Verkehr in einer Frequenz und Lautstärke, dass man sich kaum unterhalten konnte. Bis zur fertigen Ortsumgehung werden noch weitere Jahre ins Land gehen, wie unlängst bei einem Forum mit Behördenvertretern in Mirow zu erfahren war (Strelitzius berichtete).

Endlich an der Schlossinsel angekommen, seien die Besucher von überquellenden Papierkörben begrüßt worden und einem Stadtgraben, der weit entfernt von den angekündigten Aufräumarbeiten sei. An einem darin schwimmenden Baum sei sogar noch das Seil befestigt, mit der er aus dem Wasser gezogen werden sollte. „Man hat zwar angefangen, aber nichts zu Ende gebracht“, so die Einschätzung von Kevin Lierow. Auch die durch Beläge verunzierte Torhausbrücke sei nicht eben eine Werbung für den Ort. Vorbei an heruntergefallenen Krähennestern und toten Vögeln, seien die Touristen dann sicherlich froh gewesen das Schloss zu erreichen.

Kevin Lierow zitiert aus dem Bericht des Bürgermeisters vom 10. April, wonach in Folge einer Einwohnerversammlung viele Hinweise schon „abgearbeitet“ seien, und kommentiert: „Da habe ich eine andere Auffassung von Abarbeiten.“