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Die Zwiebel führt immer so ein Schattendasein. Was sie eigentich gar nicht nötig hat. Schon gar nicht, wenn es sich um eine rote Zwiebel handelt. Die sich in Portwein zu einer Beilage mausert, die haarscharf an einem Hauptgericht vorbeischrammt. Zu ihrem Vorteil gereicht ihr auch, dass die rote Zwiebel nach Auskunft der Holden hierzulande im unterversorgten Nordosten zu kaufen ist.

Ein Pfund davon glücklich ob der Beute nach Hause tragen und in fingerdicke Stücke schneiden. Dann 250 Gramm braune Champignons halbieren. Schließlich noch ein paar Tüften je nach Vorliebe würfeln.

Eine Schweinelende abtrocknen und mit Salz, Pfeffer und Rosmarin einreiben. Das Fleisch in einem Bräter in Öl, das auch noch mit Rosmarin gewürzt ist, rundherum scharf anbraten. Die Lende herausnehmen und warm stellen. Ein Glas auf meine montenegrinische Freundin Neda Donat (Strelitzius berichtete), die mich aus ihrem Garten unweit von Budva unter anderem mit Rosmarin versorgt hat.

Weiß oder rot: Hauptsache Portwein

Jetzt das Gemüse mit 150 Millilitern Rinderbrühe und 250 Millilitern Portwein ablöschen und aufkochen. Ich hatte nur roten Portwein, weißer hebt die roten Zwiebeln besser ab. Geschmacklich ist es egal. Lende aufsetzen und den Bräter bei 200 Grad oben und unten 20 Minuten in den Ofen schieben. Danach das Fleisch in Alufolie ein paar Minuten ruhen lassen. Unterdessen das Gemüse mit zwei Teelöffeln Honig und Petersilie (TK) aufkochen. Die Lende in dünne Scheiben schneiden und mit dem Zwiebelgemüse servieren. Ich fand das Gericht mega!