Schlagwörter
Denkmalschutz, Geschichte, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Politik

Mit der Schlossbergtagung am 29. Januar im Kulturquartier und dem folgenden Beschluss der Stadtvertretung ist ein neues Kapitel aufgeschlagen worden. Das hat das Stadtpräsidium noch einmal unmissverständlich klar gemacht.
Im Vorfeld des am morgigen Mittwoch stattfindenden Gespräches des Neustrelitzer Bürgermeisters und der Fraktionsvorsitzenden der Neustrelitzer Stadtvertretersitzung im Schweriner Finanzministerium zum Thema Schlossareal (Strelitzius berichtete) hat die Neustrelitzer Seite unmissverständlich klar gemacht, was sie von der Begegnung mit Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) erwartet. In einer heute vom Stadtpräsidium veröffentlichten Presseerklärung wird betont, dass der unlängst im Finanzausschuss des Landtages gegebene „Sachstandsbericht“ der Landesregierung zum Thema Schlosskeller für die Neustrelitzer Vertreter kein Gesprächsgegenstand ist. Die Fraktions- und Ausschussvorsitzenden gingen vielmehr „zukunftsgerichtet“ in das Gespräch und erwarteten als Vertreter der Residenzstadt die Beantwortung folgender Fragen:
1. Warum waren das Finanzministerium und seine ihm nachgeordneten
Behörden trotz wiederholter Einladungen nicht beim Gedankenaustausch am 29. Januar im Kulturquartier in Neustrelitz mit den Bürgerinnen und Bürgern anwesend?
2. Wann konkret beginnt die Beräumung der Schlosskellerräume von Schutt, Unrat, Müll, Chemikalien etc.? Welche Kostenkalkulation für die Beräumung liegt vor, auch anteilig zur Gesamtinvestition Schlossberg? Welches technische Verfahren findet für die Beräumung Anwendung? Wann sind alle Räume vollständig beräumt?
3. Wann startet die Konzeptphase in Neustrelitz?
Unter starker Bürgerbeteiligung hatte am 29. Januar ein Gedankenaustausch zum Schlossbergareal in Neustrelitz stattgefunden, veranstaltet durch die Stiftung Mecklenburg. In der Folge fasste die Stadtvertretung am 1. Februar fast einstimmig den Beschluss gegen den geplanten Umgang mit dem Landesdenkmal Schlosskeller und gegen dessen Zuschüttung.
„Die Vertreter der Stadt sehen sich gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern der Residenzstadt Neustrelitz sowie darüber hinaus verpflichtet, den Bürgerwunsch umzusetzen, der in dem Beschluss der Stadtvertretung zum Ausdruck kommt“, heißt es in der Erklärung. Sie ist von Ernst-August von der Wense im Auftrag unterzeichnet, der als Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bau mit nach Schwerin fahren wird.