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Mit einem bunten Programm ist am Freitagnachmittag in Wesenberg am Markt 13 nach rund eineinhalbjähriger Bauzeit das Praxishaus von Maria und  Jonathan Lustig eröffnet worden. Viele Menschen aus der Woblitzstadt und der Umgebung waren zur „Hauserwärmung“ gekommen, um sich die Maßstäbe setzende Gesundheitseinrichtung direkt neben der Markt-Apotheke anzuschauen, sich kulturell und vom Seewalder Küchenteam kulinarisch verwöhnen zu lassen.

Auf rund 350 Quadratmetern Fläche in zwei Stockwerken bietet das Haus, das in der Kubatur des Vorgängergebäudes errichtet wurde und sich damit nahtlos in die denkmalgeschützte Altstadt einfügt, eine Praxis für Allgemeinmedizin, in der neben Lustig mit Dr. Leonhard Knittel – beide antroposophische Mediziner – ein angestellter Arzt praktiziert, und im Obergeschoss die Praxis für Hebammenkunde von Maria Lustig. Sie verfügt erstmalig über eigene Räume und schätzt sich entsprechend glücklich. Hier ist das Platzangebot so großzügig bemessen, dass auch beispielsweise kulturelle Veranstaltungen als Gegenpol zur medizinisch-theraeutischen Ausrichtung des Praxishauses angeboten werden können. Kunstausstellungen korrespondieren mit diesem Anliegen, die die Innenräume beider Etagen schmücken.

„Viele Menschen sollen hier gern ein und aus gehen“, so Jonathan Lustig. Das vor allem aus ökologischen Baustoffen errichtete Haus mit seinem gesunden Raumklima und nur sehr wenigen rechten Winkeln trägt die Handschrift des bekannten Neustrelitzer Architekturbüros von Kerstin Heller, dessen Verdienste die Bauherren ausdrücklich würdigten.

Sanierung kurz nach dem Baustart aufgegeben

Die Eheleute Lustig waren im Sommer 2015 nach Seewalde gezogen. Für die Umsetzung ihrer beruflichen Träume fanden sie in Wesenberg wider Erwarten keine geeigneten Mieträume, sodass sie sich zum Bauen entschlossen. Das von ihnen erworbene und zur Sanierung auserkorene Haus Markt 13, eher eine Ruine, drohte kurz nach dem Baustart im Oktober 2016 zusammenzustürzen. Die Alternative: Neubau nach dem Vorbild des Altbaus.

„Wir sind daran gewachsen und heute sehr froh“, beschrieb Jonathan Lustig den kräftezehrenden Bauablauf. So mussten sämtliche Förderanträge neu gestellt werden. Er habe von den zwischenzeitlich genutzten Praxisräumen im Haus gegenüber das Gebäude Ziegel für Ziegel wachsen sehen, so der Arzt. „Nun ist es geworden, wie wir es uns vorgestellt haben.“

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