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Das Restaurant der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz war auch diesmal den Besuch wert.

An diesem Wochenende ist meine Küche kalt geblieben. Der Koch ist fremdgegangen, sprich, er hat sich in die Alte Kachelofenfabrik in Neustrelitz zum Essen einladen lassen. Nun genießt die Gastronomie der KOF, wie sie von den Einheimischen liebevoll verkürzt genannt wird, ja einen exzellenten Ruf. Trotzdem kann es nicht schaden, in größeren Abständen immer mal zu überprüfen, ob der auch noch gerechtfertigt ist.

Der Besuch meiner beiden Begleiterinnen und meiner Wenigkeit in dem historischen Gemäuer am Sandberg der Residenzstadt ist auch diesmal zur vollsten Zufriedenheit bei allen Beteiligten ausgefallen. Ich hatte mich für das Bio-Schnitzel entschieden, das zur Feier der am selben Abend zum letzten Mal auf dem Schlossberg gespielten Operette „Der Zigeunerbaron“ mit Letscho auf den Teller kam. Wenn das Schwein noch leben würde, ich würde mich bei ihm persönlich für das zarte Fleisch bedanken. Zuvor hatte ich noch ein ganz feines Curry-Süppchen.

Mit ebenfalls viel Wohlwollen haben die beiden Damen Lachs im Gemüsebeet beziehungsweise ein auf den Punkt gegartes Rumpsteak bedacht und daneben gutem Weißwein zugesprochen. Alle Speisen haben wir übrigens der Tageskarte entnommen, die neben dem hochwertigen Standardangebot für so manche kulinarische Überraschung gut ist.

Am Samstagabend hat es sich auch draußen gut gesessen.

Dazu bekamen wir es gleich mit zwei Kellnern zu tun, die sich an Freundlichkeit übertrafen und offensichtlich den Laufschritt als bevorzugte Gangart pflegten. Es gab wirklich nichts auszusetzen an dem Abend, das einzigartigen Ambiente der KOF tut immer wieder ein Übriges. Ein Juwel in der nicht eben opulenten Neustrelitzer Gastroszene.

Die Gastfreundlichkeit des Hauses hatte übrigens schon bei der telefonischen Platzbestellung am Donnerstagabend begonnen. Gefühlte zehn Minuten schoben zwei Mitarbeiter am anderen Ende der Leitung sich permanent entschuldigend den Sitzplan hin und her, baten dann noch um Überdenkzeit von weiteren zehn Minuten und hatten bei meinem erneuten Anruf tatsächlich eine Lösung gefunden. Da fühlte man sich bereits umworben, und so soll es sein! Merke: Besser Plätze reservieren lassen!