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Der Begriff Futterluke, mit dem ja gemeinhin der Mund umschrieben wird, hat für mich eine völlig neue Bedeutung erhalten. Mit Beginn der Zweiradsaison ist mein abendlicher Appetit beträchtlich gewachsen. Und das liegt daran, dass eine Luke nicht dicht ist.

Auf der Weg von der Arbeit ins traute Heim muss ich nämlich in der Useriner Straße in Neustrelitz am Restaurant „Quer Beet“ vorbeirollern. Und weil deren Koch offenbar ein permanentes Frischluftbedürfnis hat, regt sich bei mir ein Essensbedürfnis, dass ich bis Wesenberg nicht wieder in den Griff bekomme. Da hilft mein Helmvisier gar nichts, der Speisenduft dringt schwallartig bis in den letzten Sinn. Außer montags, da ist Ruhetag, und auch ich kann mich ein bisschen regenerieren. Meine Holde hat mit kritischem Blick auf mein neues T-Shirt schon angemerkt, dass ich mehr nun nicht werden dürfe.

Erschwerend kommt hinzu, dass ich im „Quer Beet“ schon essen und hochzufrieden mit dem war, was auf den Tisch kam. Da verweben sich mit den Düften auch Erinnerungen. Und so wird es im bevorstenden Urlaub mit Sicherheit ein Wiedersehen geben. Ansonsten muss ich mir aber ernstlich überlegen, ob ich nicht meine Fahrtroute ändere und über die B 198 meine vier Wände ansteuere. Da liegen zwar mit dem Gourmethof in Below und dem Forsthaus Strelitz auch zwei leckere Adressen am Wegesrand, aber im ungefährlichen Abstand.