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Schlagwort-Archiv: Ödön von Horvath

„Mich wundert, dass ich so fröhlich bin“: Horváths „Glaube Liebe Hoffnung“ am Landestheater Neustrelitz geht unter die Haut

17 Samstag Feb. 2024

Posted by Strelitzius in Theater

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Ödön von Horvath, Glaube Liebe Hoffnung, Landestheater, Maik Priebe, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Premiere, Schauspiel

Von links: Burkhard Wolf (Präparator), Thomas Pötzsch (Invalider), Noah Alexander Wolf (ein Schupo), Judith Florence Ehrhardt (Elisabeth), Dirk Schmidt (Kriminaler). Fotos: Ruth Walz

Mit viel Applaus ist gestern Abend im Landestheater Neustrelitz die Premiere des Schauspiels „Glaube Liebe Hoffnung“ von Ödön von Horváth unter Mitarbeit von Lukas Kristl bedacht worden. Gedrückter Stimmung, wurde das Publikum im Anschluss in die frühlingslaue Februarnacht entlassen. Und so mancher Theatergänger dürfte die Schlusszeilen des Stücks noch lange im Kopf hin und her gedreht haben: „Ich lebe, ich weiß nicht wie lange. Ich sterbe, ich weiß nicht wann. Ich fahre, ich weiß nicht wohin. Mich wundert, dass ich so fröhlich bin.“ Dermaßen unter die Haut gehen, das kann nur Theater. Es will nicht nur unterhalten, es will zum Denken anregen, bilden, aufklären, kritisch sein, aufrütteln, den Finger in die Wunde legen. Alles das bietet die jüngste Inszenierung am Neustrelitzer Bühnenhaus, und das macht sie so wertvoll. Gut gemacht!

Regie geführt hat Schauspieldirektor Maik Priebe. Ödon von Horvath hat ihm mit „Glaube Liebe Hoffnung“, entstanden zwischen 1932 und 1933 nach einem tatsächlichen Kriminalfall und mit Machtergreifung der Nazis noch vor der Inszenierung abgesetzt, eine Steilvorlage geliefert. Der Stoff, die Auseinandersetzung zwischen Individuum und Gesellschaft, ist aktuell wie eh und je, scheint zeitlos, die Handlung könnte im Heute spielen. Den „Kleinen Totentanz“, wie der Autor untertitelte, gerade jetzt, da die Welt radikalisiert erneut aus den Fugen zu geraten scheint, wieder auf die Bühne zu bringen, ist fast geboten. Priebe in seiner ersten Spielzeit bei der Theater und Orchester GmbH hat das erkannt, die Vorlage großartig umgesetzt, ihr mit seiner schon beachtlichen Erfahrung als Theatermann seine Handschrift verliehen.

Ergreifende Protagonistin

Voller Dankbarkeit dürfte Maik Priebe für das ergreifende Spiel seiner Protagonistin sein. Judith Florence Ehrhardt in ihrer Gastrolle in Neustrelitz vergisst man so schnell nicht. Anrührend als junge Frau Elisabeth zwischen Hoffnung auf das große Glück, dem Glauben an die eigene Kraft und dem letztlichen Scheitern an der Unbarmherzigkeit ihrer Umwelt bis hin zum Suizid, bietet sie großes Theater. Eine Besetzung, von der man meinen sollte, dass sie ideal ist. Und singen kann Judith Florence Ehrhardt auch noch!

Mit Rahel Ohm, bekannt vor allem aus Film und Fernsehen, als Frau Amtsgerichtsrat ist ein weiterer Gast für die Inszenierung gewonnen worden. Die Schauspielerin ist dem Theater immer treu geblieben, zum Glück, wie sich bei der Neustrelitzer Premiere wieder erwies. Noah Alexander Wolf als Polizist und Geliebter Elisabeths steht überzeugend für das Rädchen im Getriebe, das mit unzähligen anderen den Apparat am Laufen hält und dabei eigene Persönlichkeit, eigenes Gesicht nur noch unterschwellig erkennen lässt. Der Mitläufer schlechthin. Als er von der Vorstrafe Elisabeths erfährt, will er nichts mehr von ihr wissen, stürzt sie in die Verzweiflung und die Ausweglosigkeit. Großartig, wie Thomas Pötzsch den Invaliden gibt. Burkhard Wolf als Präparator, dem Elisabeth schon zu Lebzeiten für anatomische Zwecke ihren Körper verkaufen will, Josefin Ristau als fiese Geschäftsfrau und Dirk Schmidt als Kriminaler legen für das hauseigene Schauspielensemble Ehre ein und tragen unbedingt dazu bei, dass die Inszenierung ein Erfolg ist.

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Zärtlich-poetischer Totentanz auf der Bühne des Landestheaters Neustrelitz zu erleben

09 Freitag Feb. 2024

Posted by Strelitzius in Theater

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Ödön von Horvath, Glaube Liebe Hoffnung, Landestheater, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Premiere, Schauspiel

Am kommenden Freitag, den 16. Februar feiert das Volksstück Glaube Liebe Hoffnung in der Inszenierung von Schauspieldirektor Maik Priebe am Landestheater Neustrelitz Premiere. Ödön von Horváths zärtlich-poetischer Totentanz lässt inmitten einer immer radikaleren Welt Figuren voller Zuversicht, Leidenschaft und Erwartung auf das große Glück hoffen.

Die junge Elisabeth stürzt sich hoffnungsvoll ins Leben. Um sich selbständig zu machen, fehlt ihr allerdings ein Gewerbeschein. Sie versucht ihren Körper schon zu Lebzeiten ans Anatomische Institut zu verkaufen und hat Glück, denn ein Präparator leiht ihr Geld. Das sie wiederum benutzt, um ihre Vorstrafe zu bezahlen wegen Handels ohne Gewerbeschein. Natürlich kommt alles heraus und selbst ihr Geliebter, ein Polizist, will nichts mehr von ihr wissen.

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71 Jahre, Wesenberg in Mecklenburg-Strelitz, Diplomjournalist, Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband

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