Der SPD-Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte hat am gestrigen Montag auf einer Mitgliedervollversammlung in Neubrandenburg beschlossen, einen eigenen Kandidaten für die Landratswahl im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte aufzustellen. Mit großer Mehrheit wurde der Neustrelitzer Bundestagsabgeordnete Johannes Arlt zum Kandidaten nominiert (Strelitzius berichtete kurz).
Dazu sagt der SPD-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete der Seenplatte, Johannes Arlt: “Das Ergebnis der Bundestagswahl ist eine schwere Niederlage für mich. Diese zwingt zum Innehalten und Reflektieren. Ich bedanke mich bei allen Wählerinnen und Wählern und den vielen Unterstützern für die große überparteiliche Unterstützung meiner Bewerbung durch Vertreter von CDU, FDP und Grünen. Ich bin froh, trotz des Gesamtergebnisses das zweithöchste Erststimmenergebnis im Verhältnis zum Zweitstimmenergebnis aller Kandidaten in M-V und zumindest einen zweiten Platz erreicht zu haben.“
Nach Thomas Müller (CDU), Enrico Schult (AfD) und Torsten Koplin (Linke) will nun auch Johannes Arlt (SPD) neuer Landrat der Mecklenburgischen Seenplatte werden. Einen entsprechenden Beschluss hat es gestern Abend auf einer Vollversammlung des Kreisverbandes der Sozialdemokraten in Neubrandenburg gegeben. Dazu in Kürze mehr.
Landrat Heiko Kärger will nicht noch einmal antreten. Arlt war es zuletzt nicht gelungen, sein Bundestagsdirektmandat gegen die AfD-Bewerberin Ulrike Schielke-Ziesing zu verteidigen. Die Landratswahl in der Mecklenburgischen Seenplatte findet am 11. Mai statt.
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Arlt. Foto: Christina Ohmann
Die SPD hat erneut Johannes Arlt zu ihrem Bundestagskandidaten im Wahlkreis 17 (Mecklenburgische Seenplatte II – Landkreis Rostock III) gewählt. Der Neustrelitzer Bundestagsabgeordnete erhielt am gestrigen Freitag auf der Wahlkreiskonferenz in der Alten Synagoge in Krakow am See in geheimer Wahl 100 Prozent der Delegiertenstimmen. In Krakow am See waren Delegierte aus den Kreisverbänden Mecklenburgische Seenplatte und Landkreis Rostock am Freitagabend zusammengekommen, um ihren Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2025 zu bestimmen.
„Ich bin total überwältigt und gleichzeitig demütig über das völlig unerwartete Ergebnis. Euer Vertrauensbeweis und die Stimmung dieses Abends werden mich durch den Wahlkampf tragen. Gemeinsam schaffen wir es und gewinnen den größten Wahlkreis Deutschlands auch 2025“, sagte Johannes Arlt in einer ersten Reaktion.
Der Neustrelitzer SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Arlt wird 2025 wieder für den Bundestag kandidieren. Das geht aus einer Pressemitteilung seines Büros am Abend hervor. Er vertritt den flächenmäßig größten Wahlkreis der Bundesrepublik mit etwa 213.000 Wahlberechtigten und einer Fläche von ungefähr 6400 Quadratkilometern als direkt gewählter Abgeordneter in Berlin.
„Meiner Region als Repräsentant in Berlin zu dienen, ist eine große Ehre und Ansporn für mich. Ich habe die vergangenen drei Jahre genutzt, um zuzuhören und mein Netzwerk in der Region mit Kommunen, Unternehmen und Vereinen zu knüpfen. Manche Probleme konnte ich lösen, und die ersten Projekterfolge für unsere Region sind gelungen. Bisher konnten etwa 100 Millionen Euro Fördermittel für den Wahlkreis eingeworben werden. Diese Arbeit möchte ich gern vier weitere Jahre fortsetzen. Weiterhin mit wenig Blabla und mit konkreten Verbesserungen für unsere Region,“ sagt Johannes Arlt.
Der SPD-Ortsverein Neustrelitz und der SPD-Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte haben Johannes Arlt einstimmig als Direktkandidaten für den Bundestag nominiert. Dazu merkt Arlt an: „Ich freue mich über das Vertrauen meines Ortsvereins und Kreisverbands. Politik funktioniert nur im Team, und ich würde mich freuen, die Arbeit mit den Ortsvereinen vor Ort fortsetzen zu dürfen.“ Die endgültige Entscheidung über die Kandidatur wird am 18. Oktober 2024 auf einer Wahlkreiskonferenz, einem Wahlmänner-Gremium der SPD Landkreis Rostock und Mecklenburgische Seenplatte, in Krakow am See getroffen.
Hohe Bekanntheit und positive Resonanz
Oftmals schwindet die Bürgernähe von Politikern nach einer erfolgreichen Wahl. Johannes Arlt ist diese Nähe im Gegenteil dazu dauerhaft wichtig: Er wartet nicht, bis Menschen mit ihren Anliegen kommen, sondern er geht mit seinem mobilen Büro aktiv auf die Menschen zu. Ganz in diesem Sinne ist es ihm auch wichtig gewesen, seine Arbeit von den Menschen aus der Region bewerten zu lassen. Aus diesem Grund hat Johannes Arlt im Februar und März des Jahres eine Umfrage durchgeführt und die Bürgerinnen und Bürger um ein „Halbjahreszeugnis“ nach der Hälfte seiner Amtszeit gebeten.
Die Befragung, die über die sozialen Medien verbreitet wurde, stieß auf reges Interesse: Über 300 Menschen nahmen teil und bewerteten seine Arbeit und Präsenz im Wahlkreis. Die Ergebnisse sprechen für sich: Knapp 80 Prozent der Befragten kennen Johannes Arlt und über die Hälfte davon sogar persönlich. Sein Engagement im Wahlkreis wird von den Menschen geschätzt und über die Hälfte der Teilnehmenden bewerteten seine Präsenz mit der Bestnote „Sehr gut“. Auch seine politische Arbeit wurde positiv wahrgenommen – rund 33 Prozent der Befragten vergaben die Note 2, während etwa 30 Prozent ihm ein „Sehr gut“ attestierten. Im Vergleich dazu erhielt die Bundesregierung in der Umfrage eine kritische Bewertung – etwa 36 Prozent der Befragten vergaben die Note 5 für ihre Arbeit.
Neben dem Zeugnis bat Johannes Arlt um die Einreichung von spezifischen Themen, die den Bürgerinnen und Bürgern am Herzen liegen. Zu diesen Themen zählen die wirtschaftliche Stärkung des ländlichen Raums, die Fortsetzung und der Ausbau des Bürgerdialogs sowie die Themen Mobilität und Bildung.
Johannes Arlt habe sich in seiner bisherigen Amtszeit als kompetenter und lösungsorientierter Wirtschaftspolitiker etabliert, heißt es ab schließend in der Pressemitteilung. „Mein Ziel ist, mich im Deutschen Bundestag als starker Vertreter für die Interessen unserer Region, für mehr Gerechtigkeit und Sicherheit in unserer Heimat einzusetzen. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass meine Arbeit geschätzt wird und das gibt mir den Antrieb, die Lebensqualität in unserer Region weiter zu verbessern und meinen Wahlkreis zu einem noch besseren Ort zum Leben und Arbeiten zu machen,“ sagt Johannes Arlt.