Gut gelaunt bei der Pressekonferenz im Landestheater Neustrelitz: Sven Müller, Kenichiro Kojima, Laura Albert, Andrés Felipe Orozco und Lena Brexendorff (hinten von links), vorn Laura Schwerwitzl.
Die Festspiele 2026 im Schlossgarten Neustrelitz bieten mit Emmerich Kálmáns „Csárdásfürstin“ „eine der besten Operetten, die es gibt“. Das hat Sven Müller, Intendant der Theater und Orchester GmbH, heute auf einer Pressekonferenz in der Residenzstadt hervorgehoben. Müller selbst wird die Inszenierung übernehmen. Zwischen dem 3. und dem 26. Juli sind elf Vorstellungen auf dem Schlossberg geplant, eine weniger als in der vergangenen Festspielsaison. Das ist der Tatsache geschuldet, dass die Neubrandenburger Philharmonie zu ihrem 75-jährigem Bestehen eine Gastspieleinladung in die Dresdener Frauenkirche hat. Die Möglichkeit, dort zu spielen, soll dem Klangkörper natürlich gewährt werden.
Große Gefühle, große Stimmen, große Kulisse: Mit „Viktoria und ihr Husar“ präsentieren die Festspiele im Schlossgarten Neustrelitz in diesem Jahr die Meisteroperette von Paul Abraham. Vom 7. bis zum 29. Juli erleben die Besucher eine opulente Inszenierung und einen atmosphärischen Abend unter freiem Himmel. Vor der wunderbaren Kulisse der Schlosskirche erweckt das große Ensemble aus Solisten des Musiktheaters, Opernchor, Tänzern der Deutschen Tanzkompanie und die Neubrandenburger Philharmonie die Operette zum Leben. 1930 uraufgeführt, gilt das Werk mit Einflüssen des Jazz und ungarischer Klangfarben als Inbegriff der modernen Operette.
Hits wie „Mausi, süß warst du heute Nacht“ und „Reich’ mir zum Abschied noch einmal die Hände“ waren allesamt Schlager der Saison und gingen um die ganze Welt. Die musikalische Reise führt durch Russland, Japan und Ungarn und erzählt die Geschichte des Husarenrittmeisters Stefan Koltay und seiner große Liebe Viktoria. Die beiden verbinden starke Gefühle, die nach seiner Flucht aus russischer Kriegsgefangenschaft und einem zufälligen Treffen in Tokio wieder aufleben. Doch es kann nicht sein: Viktoria ist mittlerweile mit dem amerikanischen Gesandten Cunlight verheiratet, da sie hielt ihren früheren Verlobten Koltay für tot hielt. Der jedoch folgt ihr bis St. Petersburg, gerät erneut in Haft und will sich und seine Liebe schon aufgeben. Viktoria und Koltay rechnen nicht mit dem edelmütigen Cunlight, der die beiden schließlich doch noch zusammenführt.
Die Festspiele im Schlossgarten Neustrelitz gehören zu den größten deutschen Operetten-Festspielen und sind seit 2001 das Sommer-Highlight der Mecklenburgischen Seenplatte. Einen Vorgeschmack können Besucher bereits an diesem Sonntag, 25. Juni ab 11 Uhr auf dem Schlossberg bekommen: Das Regieteam gibt Einblicke in die Inszenierung und die Solisten und der Opernchor einige musikalische Kostproben. Der Eintritt ist frei!
MATINEE: So. 25.Juni., 11 Uhr – Stückeinführung mit dem Regieteam, Solisten und Opernchor auf der Bühne im Schlosspark Neustrelitz – der Eintritt ist frei.
PREMIERE: Fr, 7. Juli., 20:00 Uhr auf dem Schlossberg Neustrelitz