Am Donnerstag, den 4. Dezember, findet um 18 Uhr im Strandhotel in Mirow eine Informationsveranstaltung zur Energiewende statt. Dazu hat der Mirower Michael Jänsch Zahlen, Daten, und Fakten zusammengestellt, die er an dem Abend vorstellen möchte. „Es geht mir darum, dass wir einmal den Blickwinkel vergrößern, wo wir aktuell stehen, was ist geplant, was wird/kann es für MICH bedeuten? Keine so leichte Kost…“
Die Jahreskonferenz des FORUM MV findet am 13. Oktober in Bollewick statt. Sie steht unter dem Motto „Dorf.Klima.Leben.Entwicklung – Menschen im Veränderungsprozess der Energiewende“. Bei der Zusammenkunft werden die Chancen und Herausforderungen der Energiewende vor Ort in den Dörfern diskutiert und gute Beispiele vorgestellt. So wird Prof. Hermann Behrens von der Hochschule Neubrandenburg in einer der Gesprächsrunden den Ansatz aus Klein Vielen zum Umgang mit der Steuerung von Freiflächen-PV vorstellen.
Weiterhin gibt es z.B. gute Beispiele aus Dörfern in Brandenburg und Schleswig-Holstein. Die kostenfreie Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten vor allem in den Dörfern und Kleinstädten im ländlichen Raum MVs. Anmeldungen sind online möglich:
„Das Ergebnis des Bürgerentscheids in Roggentin zum geplanten Solarpark (Strelitzius berichtete) begrüße ich“, betonte der Neustrelitzer Stadtwerke Geschäftsführer Frank Schmetzke. „Die Investoren sollten dies akzeptieren. Für die Stadtwerke Neustrelitz kommt es grundsätzlich nicht in Frage, Projekte jeglicher Art gegen den politischen Willen einer Gemeinde oder einer Kommune durchzuführen oder sich daran zu beteiligen.“ Eine Kooperation mit den potenziellen Investoren, wie es in verschiedenen Beiträgen zur Sprache kam, gebe es in Roggentin nicht. Die Stadtwerke Neustrelitz planen in Hohenzieritz in einem Gemeinschaftsprojekt mehrerer Investoren und der Gemeinde die Errichtung von Solaranlagen. In Neustrelitz betreiben die Stadtwerke bereits zwei Solarfelder.
Der Bürgerentscheid in Roggentin und das klare Votum gegen zwei Solarparks mit einer Größe von 100 bzw. 50 Hektar ist jedoch für den Stadtwerke-Geschäftsführer Anlass, um noch einmal an die Politik zu appellieren, die Energiewende nicht Großinvestoren zu überlassen. „Daseinsvorsorge ist Staatsauftrag und darf auch in Zeiten einer angestrebten Energiewende nicht privatisiert werden. Wenn wir die Daseinsvorsorge in fremde Hände legen, überlassen wir den Markt ausschließlich gewinnorientierten Großinvestoren und geraten in ungewollte Abhängigkeiten“, bemängelt der Geschäftsführer. „Die Folge: Die Daseinsvorsorge droht in Schieflage zu geraten. Die Erfahrungen während der Energiekrise und auch der Corona-Pandemie sollten uns dabei eine Lehre sein.“