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Familienzentrum, Grundstein, Hortgebäude, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Mirow

Nach mehrjähriger Planungs- und Vorbereitungsphase war es endlich so weit. Die Grundsteinlegung für das neue Hortgebäude im Familienzentrum Mirow ist erfolgt. „Für 76 Hortkinder wird es nach der Fertigstellung in dem neuen Anbau ein tolles Umfeld geben“, betont Bürgermeister Henry Tesch. Gleichzeitig weist er auf den straffen Zeitplan hin, der allen Beteiligten bewusst sei. Auch die Vereinsvorsitzende des Familienzentrums, Gabi Haack, unterstreicht die Herausforderungen der vergangenen Monate: „Erst im Januar ist die Finanzierungszusage eingegangen.“
Die Planungen für das Projekt begannen bereits im Januar 2022 vor dem Hintergrund anhaltender Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Einen entscheidenden Durchbruch gab es im Jahr 2024: Auf Initiative von Bürgermeister Henry Tesch wurde der Erwerb der sogenannten „Immobilie Redecker“ durch die Stadt Mirow vorangetrieben. „Dies war und ist die Grundlage für die weitere Entwicklung dieses wichtigen Projektes für unsere Stadt gewesen“, erklärt Jens Domke vom Familienzentrum Mirow. Dieser Schritt der Stadtvertretung Mirow erwies sich als essenziell für den Erhalt und die Zukunft des Familienzentrums.
„In der anschließenden intensiven Planungsphase kam es erneut zu Verzögerungen, insbesondere durch Abstimmungen mit dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte“, sagt Vereinsvorsitzende Gabi Haack. Unterschiedliche Vorgaben zur Kreditlaufzeit – zunächst 80 Jahre, später 50 und 30 Jahre – erschwerten die Finanzierung erheblich. Erst die Einigung auf eine Kreditlaufzeit von 20 Jahren ermöglichte schließlich eine tragfähige Lösung.
Altes Wohnheim abgerissen
Ein erster sichtbarer Schritt war der Abriss des alten Wohnheims Ende 2024. Am 9. März 2026 folgte der offizielle Spatenstich. Die nun erfolgte Grundsteinlegung markiert einen weiteren wichtigen Fortschritt im Bauprozess.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 1.459.000 Euro. Davon werden 831.000 Euro durch das Förderprogramm „Investitionsprogramm Ganztagsausbau“ gedeckt. Die verbleibenden 628.000 Euro werden durch Eigenmittel sowie einen Kredit der Sparkasse in Höhe von 600.000 Euro finanziert.
Bürgermeister Henry Tesch sprach allen Beteiligten seinen Respekt und seine Anerkennung aus: „In vorderster Front gilt mein Dank dem Vorstand und der Leitung des Familienzentrums – insbesondere Gabi Haack und Manuela Gundlach – sowie ihren engagierten Mitstreiterinnen und Mitstreitern. Sie haben unermüdlich für dieses Projekt gekämpft.“ Sein Dank gilt außerdem dem Planer Ulf Zerbel vom Büro Niemann, Schuld und Partner sowie allen beteiligten Firmen und deren Mitarbeitenden. Ein Dankeschön richtete er auch an den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, sind doch die Gespräche letztlich durch alle Beteiligten zielgerichtet verlaufen.
Die feierliche Einweihung ist für das erste Quartal des kommenden Jahres geplant. „Mit dem Neubau wird ein zentraler Ort für Familien geschaffen, der langfristig zur Stärkung der sozialen Infrastruktur in Mirow beiträgt“, so Bürgermeister Henry Tesch abschließend.


