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„Projekt Drehmoment“: Vereinsmitglieder im neu entstehenden Laden im Kunsthaus. Fotos: Ina Mewes

Ina Mewes hat mir als Mitglied des eben aus der Taufe gehobenen Vereins Drehmoment Neustrelitz e.V. geschrieben, der aus dem Pop-Up-Plattenladen im September letzten Jahres entstanden ist (Strelitzius berichtete). „Was eigentlich für einen Monat geplant war, hat so viel Zuspruch gefunden, dass wir einen Verein gegründet haben und die Idee vom Plattenladen als Begegnungsstätte (nicht nur) für Vinyl-Liebhaber weiterleben lassen. Ein paar von denen, die damals hinterm Tresen standen, haben sich gedacht: Wenn alle sagen, hier in Neustrelitz passiert nichts – dann machen wir halt was.“

Im Kunsthaus Neustrelitz hat der Plattenladen ein vorläufiges Zuhause gefunden. Kein Hochglanzprojekt, kein durchgestyltes Konzept. Die Regale sind selbst gebaut, die Platten zusammengetragen, vieles improvisiert. Aber genau das ist der Punkt: Das hier ist nicht eingekauft. Das ist gewachsen. Eröffnet wird am Samstag, den 18. April – passend zum International Record Store Day.

Und natürlich nicht still und leise. Ab 14 Uhr geht’s los mit Kinderdisco, Basteln und einem DJ-Workshop für alle, die schon immer mal wissen wollten, wie man mit Vinyl auflegt. Währenddessen kann im Laden gestöbert werden – mit Kaffee in der Hand und Waffel vielleicht auch. Ab 20 Uhr wird das Kunsthaus dann zur Tanzfläche. Zwei Floors, verschiedene Musikrichtungen, alles auf Platte. Kein Algorithmus, keine Playlist – sondern echte Auswahl. Der Eintritt: auf Spendenbasis.

Das Ganze ist kein einmaliges Event. Der Laden soll bleiben, regelmäßig öffnen und genau das sein, was viele hier vermissen: ein Ort, an dem man einfach vorbeikommt und hängen bleibt. Ina Mewes empfiehlt: „Einfach am Samstag im Kunsthaus, Schloßstraße 2, in Neustrelitz vorbeikommen und sehen was passiert, wenn Leute anfangen, selbst was auf die Beine zu stellen.“

Weitere Informationen:
https://dreh.es