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In Kooperation mit dem „Erinnerungsort Stasi-Haftanstalt Töpferstraße Neustrelitz“ zeigt das Fabrik.Kino am kommenden Donnerstag, den 6. November, um 19 Uhr, den Film von Jens Becker „Wie aus heiterem Himmel“ aus dem Jahr 1998. Eine Schulklasse in Anklam gerät 1961, nach dem Mauerbau, wegen einer Protestaktion ins Visier der Stasi. Drei Jugendliche kommen in die Untersuchungshaft nach Neustrelitz, andere werden zur „Bewährung“ in die Produktion gesteckt. Lebenswege sind zerstört, Hoffnungen zerbrochen.

Einer der drei Jugendlichen, Rainer Penzel, wird zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Erst nach mehr als drei Jahren hinter Gittern, kam er wieder frei. Der Dokumentarfilm zeichnet die Ereignisse nach, befragt die ehemaligen Schüler nach ihrer Entwicklung und beleuchtet anschaulich den Lebensweg der Betroffenen. 

Das Begleitprogramm im Erinnerunsort Stasi-Haftanstalt Töpferstraße Neustrelitz beginnt schon um 15 Uhr (bis 19 Uhr) mit einer Bürgerberatung durch das Stasi-Unterlagenarchiv Neubrandenburg. Die Frage wird beantwortet: „Wie kann ich meine Stasi-Akte einsehen?“. Ab 15 Uhr ist die Ausstellung geöffnet, und um 17 Uhr gibt es eine Zeitzeugenführung durch den Erinnerungsort. 

Zur Filmvorführung um 19 Uhr in der Alten Kachelofenfabrik sind neben dem Regisseur auch noch die Zeitzeugen Franz Ritzschel und die Witwe des 2021 verstorbenen Rainer Penzel anwesend.

Foto: W. Baganz