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Foto: Ralf Mittermüller

Der Verein Klima und Kultur e.V. in Kooperation und die Ortsgruppe Feldberger Seenlandschaft des BUND e.V. laden für kommenden Donnerstag, 10. Juli, alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Naturschützer ebenso wie Landwirte herzlich ein zu einem inspirierenden Abend mit spannenden Gästen und viel Raum für Austausch. Gemeinsam wird ein Blick darauf geworfen, was es bedeutet, Wasser in der Landschaft zu halten und wie es in der Feldberger Seenlandschaft praktisch funktioniert. Die Veranstaltung findet um ab 19 Uhr im Haus des Gastes in Feldberg, Strelitzer Straße 42, statt.

Die Einlader: „Der Klimawandel stellt unsere bisherige Wasserbewirtschaftung radikal in Frage. Jahrzehntelang war es Ziel, Wasser möglichst schnell aus der Landschaft abzuleiten – mit gravierenden Folgen: ausgetrocknete Böden, Verlust der Artenvielfalt, zunehmende Trockenperioden im Frühjahr, aber auch immer mehr Überflutungen. Denn über viele Jahrzehnte galt das Ableiten von Wasser aus unseren Landschaften als Fortschritt und Notwendigkeit für die Landwirtschaft. Doch heute zeigt sich: Diese Praxis hat hohe Kosten. Mit ausgetrockneten oder überschwemmten Böden sinken die landwirtschaftlichen Erträge, wertvolle Feuchtgebiete verschwinden, Tiere und Pflanzen verlieren ihren Lebensraum.

Rückhalt statt Ableitung

Es braucht einen Paradigmenwechsel im Umgang mit Wasser. Statt Ableitung braucht es Rückhalt – in Mooren, Böden, Flüssen, Söllen und Wäldern. Das schützt das Klima, stärkt die Artenvielfalt und macht unsere Landschaften widerstandsfähiger gegenüber Wetterextremen, sowohl gegenüber Trockenperioden als auch Starkregenereignissen. Doch wie funktioniert das konkret – direkt vor unserer Haustür? Genau darum geht es bei unserer Veranstaltung. Anhand von Beispielen aus der Feldberger Seenlandschaft zeigen erfahrene Praktiker drei verschiedene Möglichkeiten, wie das Halten von Wasser in der Landschaft gelingen kann – mit faszinierenden Einblicken in die Praxis.“

Die Gäste:

  • Mathias Kliemt, ein erfahrener Natur- und Landschaftsplaner zeigt, was Wasser in der Landschaft zu halten in der Form von Wiedervernässung bedeutet – und was sie bewirkt. Am Beispiel der Flächen nördlich von Wrechen erfahren wir, wie Ökosysteme wiederbelebt werden können, was die Europäische Sumpfschildkröte damit zu tun hat – und wie es dort weitergehen soll.
  • Ralf Mittermüller, engagierter BUND-Aktiver, erklärt uns, was wir vom Biber lernen können, um Wasser in der Landschaft zu halten und berichtet über den Ganzbruch bei Wrechen, wo der BUND mit der Natur gearbeitet hat statt gegen sie. Ein Blick in den Wald und die Hügel zwischen dem Rossbauer See und Wrechen zeigt, dass Naturschutz praktisch, kreativ und erfolgreich sein kann.
  • Martin Wyczinski, stellvertretender Leiter Naturpark Feldberger Seenlandschaft, berichtet uns davon, wie die Wiedervernässung im Hinrichshagener Forst funktioniert und warum sie weiter ausgebaut werden muss.

All drei Beispiele zeigen: während wir die Hitzewellen erleben, uns über zu starke Stürme wundern oder von Starkregen betroffen sind, passiert schon etwas im Hintergrund, dass wir oft gar nicht wahrnehmen. Aber hier denken Menschen an die Zukunft und arbeiten daran. Das sichtbar zu machen – darum geht es an diesem Abend. Für Getränke und kleine Snacks ist gesorgt. Die Veranstaltung wird dokumentiert. Sie ist gefördert von der Ehrenamtsstiftung MV.