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Drese, Goede, Landtagskandidatin, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Pflege, Wesenberg

Was haben eigentlich die Menschen zwischen Neustrelitz, Mirow und Feldberg davon, wenn die Pflege einmal nicht jede für sich, sondern gemeinsam an einem Tisch sitzt? Eine ganze Menge. Genau deshalb hatte SPD-Landtagskandidatin Diana Goede am heutigen Donnerstag in das Altenpflegeheim „Am Zierker See“ der AWO MST eingeladen, gemeinsam mit der AWO MST und deren Geschäftsführer Roland Toebe als Gastgeber.
Denn wer bei uns auf dem Land versorgt wird, ist fast nie nur an einer Stelle: Das Krankenhaus entlässt, ein Pflegedienst übernimmt, die Hausärztin behandelt weiter, die Apotheke bringt die Medikamente, manchmal springt ein Pflegeheim ein. Läuft dieses Zusammenspiel rund, bleibt ein Mensch gut versorgt. Hakt es zwischen den Zuständigkeiten, fällt jemand durchs Raster. Und weil die Wege bei uns lang und die Fachkräfte knapp sind, wiegt jede Lücke doppelt schwer.
Am Mittagstisch saßen deshalb genau die zusammen, die sonst oft nebeneinanderher arbeiten über Einrichtungen und Träger hinweg, in gemütlicher Runde und auf Augenhöhe: das DRK-Krankenhaus Mecklenburg-Strelitz, die AWO MST, die Diakonie Mecklenburgische Seenplatte mit Geschäftsführer Christoph de Boor, der Pflegestützpunkt, für die Hausärzteschaft Dr. Silvia Nern, Husaren-Apotheken-Inhaber Fabian Petznick sowie die Heim- und Pflegedienstleitung des gastgebenden Hauses. Kein Gegeneinander, sondern eine gemeinsame Frage: Wie sorgen wir dafür, dass die Versorgung für die Menschen hier verlässlich funktioniert?
Der Austausch war offen, ernsthaft und lösungsorientiert und vor allem produktiv. Viele Ideen kamen auf den Tisch, die sich in der Praxis längst bewährt haben oder von denen die Fachleute überzeugt sind, dass sie funktionieren. „Die guten Lösungen liegen oft direkt vor unserer Nase“, sagt Goede. „Man muss die Menschen, die sie kennen, nur zusammenbringen und ihnen zuhören.“
Ministerin nimmt Anregungen mit
Das Besondere an diesem Tag: Mit am Tisch saß Gesundheitsministerin Stefanie Drese. So mussten die Anregungen keinen langen Umweg über Ausschüsse und Aktenordner nehmen, sondern kamen direkt dort an, wo über die Regeln entschieden wird. Drese nahm sie ernst und will die Impulse mit ins Ministerium nehmen. Für die Menschen der Seenplatte heißt das ganz konkret: Ihre Erfahrungen von hier vor Ort landen nicht in einer Schublade, sondern auf dem Schreibtisch in Schwerin.
Am Nachmittag ging es weiter in die DRK-Pflegeeinrichtung „Woblitzpark“ in Wesenberg. Heimleiter Sebastian Morgenstern führte Goede und Drese durch das Haus. Es ging um die Frage, wie sich die Langzeitpflege verändert und was die Einrichtungen brauchen, damit Menschen bei uns auch in Zukunft gut und würdevoll leben können.
Drese betonte, wie wichtig es wäre, jemanden mit Praxiserfahrung im Gesundheitsministerium an ihrer Seite zu wissen und sprach sich für Goedes Kandidatur aus. Diana Goede selbst nimmt vor allem eine Erkenntnis mit: „Über alle Bereiche hinweg stolpern wir über dieselben Steine, und die Lösungen liegen längst bei den Menschen, die die Arbeit jeden Tag machen. Solche Runden will ich beibehalten. Nicht, weil sich das gut anhört, sondern weil am Ende die Menschen hier vor Ort etwas davon haben.“

