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DVV-Pokal, Mecklenburg-Strelitz, PSV Neustrelitz, SV Warnemünde, Volleyball, Vorbericht
Der PSV Neustrelitz steht vor einem der Höhepunkte der laufenden Saison. Im Achtelfinale des DVV-Pokals wartet mit dem SV Warnemünde ein Gegner aus der 1. Bundesliga. Am Samstag, 7. November, Anpfiff 19 Uhr, kommt es in der Strelitzhalle zum MV-Derby und damit zu einem besonderen Wiedersehen zweier Mannschaften, die sich über Jahre hinweg spannende Duelle in der 2. Bundesliga geliefert haben. Seit dem Aufstieg der Warnemünder in die höchste deutsche Spielklasse sind die direkten Ligaduelle allerdings Geschichte. Umso größer ist die Vorfreude auf das Wiedersehen im Pokal.
Dass diese Begegnung sportlich reizvoll ist, zeigte sich bereits in der Saisonvorbereitung. Im September trafen beide Teams in einem Testspiel aufeinander, das der PSV mit 3:2 für sich entschied. Allerdings befand sich der SV Warnemünde zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf demselben Trainingsstand wie zum Saisonbeginn. Der Erfolg bleibt dennoch ein Mutmacher, ist aber kein Maßstab für das anstehende Pokalspiel.
Unabhängig davon waren die vergangenen Begegnungen zwischen beiden Vereinen stets von Emotionen und Spannung geprägt. Dieses Mal geht es um weit mehr als die sportliche Vorherrschaft im Land: Der Sieger zieht ins Viertelfinale des DVV-Pokals ein. „Für uns ist das ein echtes Highlight. Wir wissen, wie schwer die Aufgabe gegen einen Erstligisten wird. Im Testspiel haben wir gesehen, dass wir Warnemünde fordern können. Wir wollen mutig auftreten, unsere Chance nutzen und mit unseren Fans einen besonderen Volleyballabend erleben“, sagt PSV-Trainer Fabio Bartolone.
Selbstvertrauen aus der Liga mitnehmen
Die Neustrelitzer gehen mit Rückenwind in die Begegnung. Am vergangenen Wochenende gewannen die Residenzstädter beide Heimspiele gegen die VC Juniors Frankfurt und den Eimsbütteler TV und sammelten damit sechs Punkte in der 2. Bundesliga Nord. In der Tabelle steht die Mannschaft aktuell auf dem fünften Platz.
Gegen den Erstligisten wird es vor allem auf eine geschlossene Mannschaftsleistung, Konzentration und Konsequenz in den entscheidenden Spielphasen ankommen. Der SV Warnemünde bringt die Erfahrung aus der höchsten deutschen Spielklasse mit. Für den PSV bietet sich zugleich die Gelegenheit, sich auf großer Bühne zu beweisen und für eine Pokalüberraschung zu sorgen.
„Mit dem Gewinn des Regionalpokals und dem erfolgreichen Qualifikationsspiel haben wir uns die Chance auf dieses Achtelfinale erarbeitet. Jetzt wollen wir die Energie aus den vergangenen Spielen mitnehmen. Im Pokal zählt am Ende nur dieses eine Spiel. Wir müssen von Beginn an präsent sein und als Team alles reinwerfen“, erklärt Kapitän Paul Sprung.
Gäste kommen mit Bundesliga-Erfahrung
Der SV Warnemünde hat sich in der vergangenen Saison den Aufstieg in die 1. Bundesliga erarbeitet und stellt den PSV damit vor eine besondere Herausforderung. In der laufenden Erstligasaison konnte die Mannschaft bislang einen Sieg verbuchen und musste vier Niederlagen hinnehmen. Auch im jüngsten Ligaspiel gegen die Barock Volleys MTV Ludwigsburg unterlagen die Rostocker knapp mit 2:3.
Dennoch ist der SV Warnemünde keineswegs zu unterschätzen. Im Kader stehen weiterhin zahlreiche Spieler, die den gemeinsamen Weg aus der 2. Bundesliga in das deutsche Volleyball-Oberhaus mitgestaltet haben. Die Mannschaft verfügt damit über eingespielte Strukturen und entsprechende Wettkampferfahrung. Für den PSV wird es darauf ankommen, diese Qualitäten nicht zur Entfaltung kommen zu lassen und die eigenen Chancen konsequent zu nutzen.
Wieder ein Stück Vereinsgeschichte
Die Vorfreude auf das Achtelfinale ist nicht nur sportlich begründet. Für den PSV Neustrelitz sind die großen Pokalspiele längst mehr als gewöhnliche Volleyballpartien. Sie erzählen ein Stück Vereinsgeschichte und zeigen, wie sich der Volleyballstandort Neustrelitz in den vergangenen Jahren entwickelt hat.
Als der PSV 2022 erstmals im DVV-Pokal-Achtelfinale auf die Netzhoppers Königs Wusterhausen traf, war das für den Verein ein besonderer Meilenstein. Seitdem hat sich viel getan. Aus den Jahren in der Regionalliga und der 3. Liga führte der Weg in die 2. Bundesliga. Dort hat sich die Mannschaft sportlich weiterentwickelt und auch abseits des Spielfeldes eine stetig wachsende Fangemeinde aufgebaut.
Ein weiterer Bestandteil dieser Entwicklung ist die Kooperation mit den BR-Volleys. Die Zusammenarbeit mit dem Berliner Bundesligisten stärkt die Vernetzung innerhalb des Volleyballsports und eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für den Austausch und die gemeinsame Weiterentwicklung.
Ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte war das Pokalspiel gegen die Helios GRIZZLYS Giesen im vergangenen Jahr. Die beeindruckende Atmosphäre in der Strelitzhalle, die Unterstützung von den Rängen und die Begeisterung rund um die Partie haben einmal mehr gezeigt, welche besondere Energie entstehen kann, wenn eine ganze Halle hinter ihrer Mannschaft steht. Solche Abende bleiben nicht nur den Spielern in Erinnerung, sondern prägen auch die Verbindung zwischen Verein, Stadt und Fans.
An diese besonderen Momente möchte der PSV nun anknüpfen. Das bevorstehende MV-Derby bietet die nächste Gelegenheit, gemeinsam mit den Zuschauern ein weiteres Kapitel Vereinsgeschichte zu schreiben.
Eine volle Strelitzhalle als zusätzlicher Faktor
Auch auf den Rängen soll das Derby zu einem besonderen Ereignis werden. Aus Warnemünde werden mehr als 100 Fans erwartet. Gleichzeitig verfolgt der PSV das Ziel, einen neuen Zuschauerrekord in der Strelitzhalle aufzustellen. Die bisherige Bestmarke liegt nach Vereinsangaben zwischen 700 und 800 Zuschauenden. Im Vorverkauf wurden bereits zahlreiche Tickets abgesetzt. Zudem wurde rund um das Spiel ein umfangreiches Rahmenprogramm organisiert.
„Wenn wir an unsere Zeit in der 3. Liga zurückdenken, ist es beeindruckend zu sehen, wie sich die Zuschauerzahlen entwickelt haben. Seit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga ist es uns immer wieder gelungen, noch mehr Menschen für unseren Volleyball zu begeistern. Das zeigt, was hier gemeinsam entstanden ist. An diesem besonderen Abend möchten wir den Zuschauern ein mitreißendes Spiel bieten und die Atmosphäre nutzen, um das Beste aus uns herauszuholen. Solche Abende bleiben in Erinnerung – unabhängig davon, wie am Ende das Ergebnis lautet“, sagt Teammanager Marc Lessing.
Auch für Libero Jacob Genzmer ist die Unterstützung von den Rängen ein wichtiger Bestandteil des Pokalabends: „Das ganze Team und die vielen Helfer freuen sich auf eine volle Halle und die besondere Stimmung. Im vergangenen Jahr konnten wir uns erneut einen großen Pokalabend in der Strelitzhalle ermöglichen und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Auch diesmal können wir auf jeden Einzelnen zählen. Gerade in engen Phasen können die Fans einen Unterschied machen. Wir wollen alles auf dem Feld lassen und gemeinsam um den Einzug in die nächste Runde kämpfen.“
Zuversicht: Alles ist möglich
Die Favoritenrolle liegt angesichts des Klassenunterschieds zweifellos beim SV Warnemünde. Der PSV will sich davon jedoch nicht beeindrucken lassen. Der Erfolg im Testspiel im September und die jüngsten Ligasiege geben Anlass zur Zuversicht. Allen Beteiligten ist bewusst, dass gegen einen Erstligisten eine besondere Herausforderung wartet. Doch gerade der Pokal lebt von solchen Begegnungen.
Der Traum vom Viertelfinale lebt. Mit einer konzentrierten Leistung, einer geschlossenen Mannschaft und einer lautstarken Strelitzhalle soll die nächste Pokalüberraschung gelingen. Vielleicht wird der 7. November ein weiterer jener Abende, von denen die PSV-Fans noch lange erzählen.
Tickets an der Abendkasse
Der PSV Neustrelitz empfiehlt eine frühzeitige Anreise ab 18 Uhr. Auch an der Abendkasse werden zahlreiche Tickets erhältlich sein. Da die Sitzplätze begrenzt sind und mit vielen Zuschauern gerechnet wird, lohnt es sich, rechtzeitig vor Ort zu sein. Der PSV Neustrelitz freut sich auf ein spannendes MV-Derby, volle Ränge und einen Volleyballabend, an dem gemeinsam alles für die Pokalüberraschung gegeben wird.
