Schlagwörter

, , , , ,

Fotos: Theresa Lange

Schon Wochen vorher hatten sich alle geradezu fieberhaft auf diesen Moment vorbereitet. Am vergangenen Sonnabend begeisterte das Tanzhaus sein Publikum im Landestheater Neustrelitz mit einer „Winterzauber-Gala“, die das Herz erwärmte. Jede Menge Gewusel hinter der Bühne. Einmal mehr zeigte sich der Zusammenhalt der großen Tanzhaus-Familie, denn ohne die helfenden Hände von Eltern, Großeltern, Geschwistern, den Mitarbeitern der Deutschen Tanzkompanie und vielen ehrenamtlichen Helfern wäre ein solches Räderwerk kaum geordnet in Bewegung zu halten. Und mittendrin Tanzhausleiterin Lenka Liebling, die alles im Blick und für jeden noch ein aufmunterndes Wort hatte.

An diesem Nachmittag bot das Tanzhaus alles, was eine solche Gala ausmacht: mitreißende Gruppenchoreographien, klassischer Spitzentanz, emotionale Duette und feinfühlige Soli und allen voran Spaß und Freude aller Beteiligten, die mit Händen greifbar waren. Weit über hundert Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne zeigten, was sie voller Hingabe erprobt haben, und eine Bühne ist wie dafür
gemacht. So setzt der „Winterzauber“ im Landestheater einen besonderen Akzent im Kulturprogramm der Residenzstadt.

Voller Energie von dieser berauschenden Gala, beginnen in dieser Woche schon wieder die Arbeiten an neuen Projekten und Choreografien. Das Tanzhaus entwickelt sich kontinuierlich weiter, sowohl das vielseitige Repertoire betreffend, als auch hinsichtlich der Mitgliederzahl. So gibt es seit Herbst bereits zwei neue Kurse für Kinder (6-9 Jahre), und aktuell wird ein neuer Kurs für Erwachsene (ab 20 Jahre) aufgebaut. Erweiterungen sind auch bei den Kursen für Erwachsene im Bereich Ballett/Jazz/Sport angedacht, auch wenn der Schwerpunkt ganz klar bei den Kindern und Jugendlichen liegt.

Die Anzahl der Auftritte der jungen Tänzerinnen und Tänzer und damit auch die Wahrnehmung und Aufmerksamkeit steigen stetig. Für die besondere Qualität spricht beispielsweise so ein Engagement, wie das für die Oper „Neues vom Tage“ im letzten Frühsommer oder beim Tanzfusionen-Festival in Greifswald. Dazu gehören, um nur einige zu nennen, traditionell die Auftritte zu den Jugendweihen, die auch 2025 wieder voll besetzt sind, oder zur Sportlerehrung im Carolinum (am 31.1.). Neben der „Winterzauber-Gala“ im Landestheater wird es im Sommer auch wieder ein großes Hoffest am Riefstahlplatz geben. Und in Kooperation mit der Musikschule Kon.centus ist ein Projekt mit mehreren Aufführungen geplant. Es soll musikalisch und tänzerisch um die Welt gehen.

Austauschprogramm wird fortgesetzt

Fest eingeplant im Tanzhaus-Jahreskalender ist der zweite Teil eines deutsch-französischen Austausches. Junge Tänzerinnen reisen im April nach Frankreich – auch Dank der Unterstützung durch den Verein
Städtebande e.V. Im April steht ein großer Auftritt in Schwäbisch Hall an, ebenso, wie eine Teilnahme beim Haller Freundschaftsfestival im September.

All das wäre ohne das Engagement vieler, nicht zuletzt vieler Eltern und Familienangehöriger nicht möglich. Die es auch als unumgänglich mittragen, dass Kursgebühren steigen, wie im letzten Herbst und teilweise auch wieder im Frühjahr. Vergleichsweise ist das Tanzen im Tanzhaus immer noch sehr günstig. Denn neben Spenden und regelmäßiger Hilfen (wie durch die Neuwo) und Projektunterstützung durch die Stadt ist es vor allem die Stiftung Deutsche Tanzkompanie selbst, die das Tanzhaus und seine Aktivitäten subventioniert. Zum Wohl aller Tanzbegeisterten und der Stadt Neustrelitz.

Dabei wird immer deutlicher, dass die Verbesserung der baulichen Situation für das Tanzhaus im Reutergarten am Riefstahlplatz unumgänglich ist, wenn der Tanz für alle Generationen in Neustrelitz auch weiter ein Zuhause haben soll. Die besondere Verbindung von Profitänzern und Amateuren unter einem Dach, mit bester Lage in der Stadt, das ist ein Schatz, der unbedingt erhalten werden soll. Dazu wird es großer gemeinsamer Anstrengungen bedürfen. So wie hinter dieser Gala Anstrengungen vieler, vor allem aber viel Liebe und Mühe der beteiligten Kinder und Jugendlichen stecken.

Fotos(2): Ralf Milbredt