Schlagwörter
Angriff, Brandenburg, Chaoten, Gransee, Hansa Rostock, Löwenberg, Neustrelitz, Rot-Weiss Essen, Verkehr

Satte vier Stunden und 40 Minuten hat einer meiner Korrespondenten heute gebraucht, um mit dem Regionalexpress der Deutschen Bahn von Berlin nach Neustrelitz zu kommen. Wobei das Unternehmen ausnahmsweise keine Schuld an der rekordverdächtigen Verspätung trifft. Nach übereinstimmenden Medienberichten haben Vermummte auf freier Strecke zwischen Löwenberg und Gransee einen Sonderzug mit hunderten Rot-Weiss-Essen-Fans zum Halten gebracht und angegriffen. Der Zug war unterwegs zum Drittliga-Spiel in Rostock gegen Hansa. Dadurch kam der Verkehr auf der Strecke vorübergehend zum Erliegen. Ob es sich bei den Chaoten um Hansa-Hooligans handelt, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Bislang gibt es keine Bestätigung der Polizei.
„Die Meinung bei uns im Zug dahinter war eindeutig“, schreibt mir mein Korrespondent. „Hier ist eine rote Linie überschritten worden, das muss Konsequenzen haben.“ Sollte sich der dringende Verdacht bestätigen, dass es sich um Rostocker Hansa-Anhänger handelte, müssten sich Sanktionen auch gegen den Verein richten.“
Allerdings dürfte Hansa Rostock für derartige Aktionen gewalttätiger Fans fernab des Stadions nicht verantwortlich gemacht werden können. Das Spiel in Rostock wurde mit Rücksicht auf die Essener Fußballfreunde eine halbe Stunde später angepfiffen. Das Kellerduell endete einen Tag nach der Entlassung von Trainer Bernd Hollerbach mit 4:0 (1:0) für die Kogge-Kicker.
