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Am 12. März 2024 jährte sich zum 750. Mal die urkundliche Ersterwähnung von Peckatel und Brustorf, heute Ortsteile der Gemeinde Klein Vielen. Aus diesem Anlass erscheint einige Monate früher als gewohnt mit der mittlerweile 15. Ausgabe der „Dorfzeitung“ das diesjährige Heimatkundliche Jahrbuch des Klein Vielen e.V. Gisela Krull und Hermann Behrens geben zunächst einen kleinen Überblick über die Geschichte der beiden Dörfer.

Die Originalurkunde vom 12. März 1274 mit der Lehensbestätigung liegt im Landesarchiv in Greifswald und dieses hat dem Klein Vielen e.V. einen Scan der Urkunde zur Verfügung gestellt. Sven Müller aus Neustrelitz hat den lateinischen Text der Urkunde übersetzt und sich mit dem Inhalt ausführlich beschäftigt.

Die Kirche in Peckatel war über Jahrhunderte hinweg Mutterkirche für die umliegenden Kirchgemeinden. Welche Pastoren es in Peckatel vom 16. Jahrhundert bis 2017 gab, stellt Hermann Behrens dar.
Gisela Krull, die langjährige Ortschronistin in Peckatel, hat einige „Geschichten aus der Geschichte“ dieses Ortes aufgeschrieben, so über den Abriss und Neubau der Kirche 1862/63, über die erste Nutzung von Dampfmaschinen im Peckateler Gutsbetrieb der Familie von Maltzan, die das Gut seit 1795 besaß, über einen „Leutekuhstall“ und einen „Göpel“, der auf dem Gutshof stand. Sie beschäftigte sich darüber hinaus mit dem Leben von Amalie von Maltzan (1818–1905). Amalie lebte von 1880 bis zu ihrem Tod im Damenstift des Klosters Ribnitz, und Uta Matecki stellt dar, welche Rolle die Damenstifte spielten und welche Aufgaben die Stiftsdamen wahrnehmen mussten.

Wie es um das Gut Peckatel im Jahr 1931 wirtschaftlich bestellt war, geht aus einer Verkaufsanzeige hervor, deren Inhalt Hermann Behrens vorstellt, und er gibt zudem einige neue Informationen zur Ortschaft Peutsch bei Brustorf, die 1883 wüst fiel.

In zwei Aufsätzen geht es wieder um die Gutsbesitzerfamilie Jahn auf Klein Vielen, die der Nachwelt dort die Kapelle auf dem Klingenberg hinterlassen hat. Zum einen wird die Frage aufgeworfen, wer in Klein Vielen wohl die Vorbilder für die Hauptpersonen im Jugendroman „Auf der Wildbahn“ der Schriftstellerin Anna Becker aus Neustrelitz gewesen sein könnten? Ort der Romanhandlung war zweifellos Klein Vielen. Zum anderen wird der Lebensweg von Hedwig Jahn (1845–1919), einer Tochter von Hermann Jahn, dem älteren Bruder von Eduard Jahn, dem Bauherrn der Jahn-Kapelle in Klein Vielen, geschildert.

„Mitten ins Leben geholt“ – so heißt der Beitrag von Torsten Benzin und Bettina Kubanek. Dabei geht es um die Liepener Kirche mit ihrer Grüneberg-Orgel, die mit Hilfe ihres Fördervereins zu einem „Raum für Kultur und Miteinander“ restauriert werden konnten. Friederike Pohle, Pastorin der Kirchengemeinde Wanzka, hielt ein berührendes Grußwort zur Feier der gelungenen Sanierung, das in der „Dorfzeitung“ ebenfalls seinen Platz fand.

Hier der Link zum Lesen oder Herunterladen des „druckfrisch“ erschienenen Heftes:

Dorfzeitung-Nr-15-2024-Internet.pdf (kleinvielen-ev.de)