Schlagwörter

, , , ,

Von links nach rechts: Moderatorin Jenny Pöller (wissenschaftliche Mitarbeiterin Transferstelle Daseinsvorsorge), Prof. Dr. Peter Dehne (Projektleiter HiRegion – Hochschule in der Region), Dr. Wolfgang Blank (Präsident IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern); Dominik Meyer zu Schlochtern (Fachbereichsleiter Schule, Kultur, Sport und Recht, Stadt Neubrandenburg), Carsten Berkenhagen (Landkreis Vorpommern-Greifswald); Prof. Dr. Leif-A. Garbe (Prorektor Forschung, Wissenstransfer und internationale Beziehungen der Hochschule Neubrandenburg)

„Resilienz.Gemeinsam.Gestalten!“, lautete das Motto der diesjährigen Regionalkonferenz, die am 6. Oktober knapp 100 Interessierte aus Stadt und Umland in die Hochschule Neubrandenburg gelockt hat. Im Zentrum stand die Frage: „Wie wollen wir in Zukunft zusammenarbeiten, um den bevorstehenden Herausforderungen in unserer Region zu begegnen?“

Diese Frage ist mehr denn je relevant, da das Projekt „HiRegion – Hochschule in der Region“ – Veranstalter der mittlerweile vierten Regionalkonferenz und wesentlicher Treiber der Vernetzung zwischen Region und Hochschule – Ende Dezember abschließt. „Auch, wenn die Förderung endet, haben wir als Hochschule ein hohes Interesse daran, die Themen, die wir gemeinsam mit der Region haben, weiter voran zu treiben. Wir wollen uns noch enger verknüpfen, um den Zusammenhalt in der Region zu stärken“, sagte der Rektor Prof. Dr. Gerd Teschke zur Eröffnung der Veranstaltung. Sein besonderer Dank galt den Landkreisen MSE und VG, der Stadt Neubrandenburg und den Gemeinden im Umland der Hochschule sowie der IHK für die gute Zusammenarbeit innerhalb des Projekts.

Wie wichtig eine solche Zusammenarbeit ist, darüber berichtete auch Jens Korn, Bürgermeister der Ostoberfränkischen Stadt Wallenfels und Stiftungsratsvorsitzender der Lucas-Cranach-Stiftung in Kronach in seinem Impulsvortrag. Er gab einen inspirierenden Einblick, wie seine Region, die vor ähnlichen Herausforderungen steht, 13 Jahre lang darum kämpfte, Hochschulstandort zu werden und es seit einem Jahr auch ist. Korn stellte dar, wie durch die Etablierung des Lucas-Cranach-Campus die Stadt, das Umland und die dortigen Unternehmen profitieren. Und er ist überzeugt: „Die Hochschule muss im Blickfeld der gesamten Region stehen, die Entwicklung der Region im Blick haben. Ebenso muss die Region die Entwicklung der Hochschule im Blick haben, Nutzen daraus ziehen und die Inhalte teils mitgestalten“.

Hochschule und Region wollen sich noch enger vernetzen

Begrüßung der Teilnehmer durch Prof. Gerd Teschke.

Diese These wurde auf dem Podium wieder aufgegriffen, als, moderiert von der Wissenschaftlerin Jenny Pöller (Transerstelle Daseinsvorsorge der Hochschule Neubrandenburg), Prof. Dr. Leif-A. Garbe (Prorektor Forschung, Wissenstransfer und internationale Beziehungen der Hochschule Neubrandenburg), Dominik Meyer zu Schlochtern (Stadt Neubrandenburg), Carsten Berkenhagen (Landkreis Vorpommern-Greifswald), Dr. Wolfgang Blank (Präsident IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern und Geschäftsführer der WITENO GmbH) und Prof. Dr. Peter Dehne (Projektleiter HiRegion – Hochschule in der Region) ins Gespräch traten. Eines stand fest: Hochschule und Region wollen sich noch intensiver strukturell vernetzen, um die Potentiale, die ein gegenseitiger Austausch birgt, noch zielführender auszunutzen. Prof. Teschke betonte: „Resilienz gemeinsam zu gestalten, hat heute eine andere Dimension gewonnen. Wir können den bevorstehenden Krisen nur mit gemeinsamer Kraft begegnen.“ Damit wird Resilienz (Anpassungsfähigkeit) zu einem Prozess, der vom gemeinsamen und konstruktiven Lernen geprägt ist, stets begleitet vom Gedanken der Nachhaltigkeit.

Sechs Werkstätten und ein Markt

Dieser Prozess wurde in sechs Werkstätten vorangetrieben, die während des Konferenztags stattgefunden haben. Im Zentrum die Frage: „Wie können Ideen und Zusammenarbeit verstetigt werden?“. Wichtige Themen der Zusammenarbeit wurden in Gruppen erörtert: „Digitale Bildung“, „Mobilität im ländlichen Raum“, „Daseinsvorsorge“, „Starke Familien“ bis hin zu „Regionaler Versorgung mit Lebensmitteln vom Kleinproduzenten“ und der „Digitalisierung in der Lebensmittelverarbeitung“. Die Teilnehmenden diskutierten, planten, vernetzten sich. Letzteres gelang vor allem während der Mittagspause, die auf dem parallel am Campus stattfindenden KunstGenuss-Markt stattfand. Inmitten von kleinen Marktständen, LandArt und weiterer regionaler Kunst, ließ sich in inspirierender Atmosphäre das ein oder andere Gespräch vertiefen.  

„Der Regionalkonferenztag hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und diesen nicht verlassen dürfen, nur, weil das Projekt endet“, resümiert Projektleiter Prof. Dr. Peter Dehne den Tag. Dehne arbeitet seit über 20 Jahren eng mit der Region zusammen, wenn es um die Strukturentwicklung im ländlichen Raum, um UniDörfer, die Dorfmoderation und vieles mehr geht. Er gab den Teilnehmenden mit auf den Weg: „Entscheidend ist das Gemeinsame. Es geht darum, die Kräfte zu bündeln und zusammenzuarbeiten. Dafür wollen wir uns anbieten. Die Türen der Hochschule sind immer und für alle offen!“

Informationen zum Projekt gibt es unter http://www.hs-nb.de/hiregion.

Bummel über den KunstGenuss-Markt.