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Es ist sehr gut gelaufen, und wir sind überaus zufrieden“ hat mir Axel Hirsch, Vorsitzender des Wesenberger Burgvereins, eben am Telefon gesagt. Am Wochenende haben die Wesenberger und die Leute aus dem Umland mit vielen Touristen nach zwei Jahren Zwangspause wieder das traditionelle Burgfest in der Woblitzstadt gefeiert. Einem verregneten Auftakt am Freitag zum Chorprogramm und zum Nachtwächterrundgang, beides ließen sich Akteure und Besucher aber nicht vermiesen, folgte zur Belohnung gestern Bilderbuchwetter. Rund 2000 Gäste wurden vom Verein gezählt, und bis um 2 Uhr in der Nacht zum heutigen Sonntag wurde gefeiert..

Am Donnerstag hatten die Zeichen nicht so gut gestanden. Kurzfristig hatte die Mittelalterband wegen Corona absagen müssen. Dudelsack- und Mandolinenspieler Volkhard Brock, der eigentlich nur für den Freitag gebucht war, übernahm kurzfristig auch noch den Sonnabend und begleitete ersatzweise Umzug sowie Mittelaltertafel, an der die Ehrengäste Erich Schleich und Hans-Joachim Friedemann Platz genommen hatten. „Wir waren sehr froh über die spontane Entscheidung des Musikers, und Volkhard Brock ist bei den Leuten wirklich gut angekommen“, so Axel Hirsch.

Burgschauspiel wieder ein Höhepunkt des Programms

Gut angekommen ist übrigens auch die Idee des Vereins, die kleinen Besucher mit Luftballons und gehäkelten Armbändern auszustatten. Die Rede des Stadtgründers Nikolaus von Werle alias Jürgen Gentzen und das von Helmut Hamp geschriebene Burgschauspiel, das sich in diesem Jahr um „Die versunkene Kirche im Kleinen Weißen See“ rankte, sind Burgfest für Burgfest Höhepunkte. So auch diesmal. Herzhaft gelacht werden konnte ebenso beim Auftritt von Bauer Korl. Beeindruckend war das artistische Programm des Zirkus „Seewaldini“, der immer besser wird. Und natürlich durften die tschechischen Ritter der Gruppe „Veles Stunts“ beim Burgfest ebenso wenig fehlen, die spätestens bei ihrer abendlichen Feuershow zur Höchstform aufgelaufen waren, wie die „Castle Dragons“ mit ihren Linedance-Nummern. Da wagten sich sogar ein paar Mutige mit auf die Tanzfläche, die später bei Klängen der Band „Kerbo-Line & Co.“ und von „DJ Dixi“ knackevoll war.

Was wäre ein Burgfest ohne Höhenfeuerwerk? Auch in diesem Jahr brauchten die Besucher nicht darauf zu verzichten und waren einmal mehr begeistert vom Zauber am nächtlichen Himmel, untermalt von Pink Floyds Werk „Shine On You Crazy Diamond“. Bleibt zu ergänzen, dass die Tombola zur Bombenstimmung beigetragen hat. Erstmalig landeten die Nieten mit Namen versehen wieder in der Trommel, um bei der Ziehung der Hauptpreise zu einer zweiten Chance zu verhelfen. Auch eine nette Idee.

Der rührige Burgverein hat bereits ein weiteres Veranstaltungsangebot parat. Am 14. Juli gastiert mit „North Sea Gas“ eine schottische Folkband auf dem Burghof der Woblitzstadt. Kann man sich schon mal vormerken. Mehr dazu dieser Tage hier im Blog.

Die Kinder vom „Zirkus Seewaldini“ in Aktion.
Großer Auflauf vor dem Zelt der Mittelaltergruppe „Veles Stunts“ aus Tschechien.
Bunte Luftballons für die Lütten, das kam gut an. Fotos: Axel Hirsch