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Andrea und Alexander Borchard waren bei der ersten Fahrt natürlich dabei.

Wesenberg ist seit heute um eine Eisenbahn reicher. Und nicht nur das, auch um einen Bahnhof mit Bahnsteigansage, einen beschrankten Bahnübergang sowie einen untertunnelten Kletterberg mit Rutsche und ein Tipi-Dorf. Ein paar Meter Gleis fehlen auch nicht. Am derzeit schon gut besuchten Familotel Rookhus – in Berlin ist am 8. März Feiertag – ist in Anwesenheit vieler kleiner und großer Gäste bei Bratwurst und Musik das neue Spielparadies für Kinder eröffnet worden.

Andrea Borchard hat das berühmte rote Band durchgeschnitten.

„Volldampf voraus, das war und ist unsere Devise, auch, oder jetzt erst recht, während der Corona-Pandemie“, so die Hoteliers Andrea und Alexander Borchard in einer Presseerklärung. „Aufgeben war nie eine Option, deswegen haben wir unser Leistungsspektrum wieder erweitert und einen neuen Erlebnisbereich für die Kinder geschaffen. Zeit genug zum Planen hatten wir ja in den vergangenen zwei Jahren.“

Kletterberg mit Tunnel

Das bestehende Abenteuergebiet „Indianer Claim“ direkt am Großen Labussee wurde in der rekordverdächtigen Zeit von gerade einmal zwei Wochen um 1000 Quadratmeter erweitert. Gemeinsam mit dem Spielplatzhersteller EIBE ist die Idee vom Western-Zug entwickelt und umgesetzt worden. Die bestehende Attraktionen Lagerfeuerplatz, Bogenschießen, Ponykoppel, Ziegengehege sowie die Goldwaschstation sind liebevoll integriert worden. Und nicht weniger als 200 Tonnen Fallschutzsand mussten ausgebracht werden. Die Bauleitung oblag Rookhus-Hausmeister Silko Mehnert.

Als nächstes entsteht noch die „ChickenStation“, ein Hühnerstall, in dem die Kinder morgens die Frühstückseier aus den Nestern holen können. „Wir hätten ja gern die Eisenbahn direkt auf die Gleise gesetzt“, verriet mir Alexander Borchard, „aber da hat der TÜV nicht mitgespielt.“ Dafür spielte das Wetter heute mit, ein wirklich wunderschöner Vormittag!

Der Clou bleibt den kleinen Spielplatznutzern verborgen. Vor und hinter dem Zug befinden sich ein paar Meter originales Wesenberger Bahngleis. Es war 1994 am Bahnhof der Woblitzstadt als nicht mehr notwendig von der Bahn demontiert worden. Alexander Borchard hatte sich seinerzeit einen kleinen Teil der Schienen gesichert und bis dieser Tage am Hotel „zwischengelagert“. Gäste wurden bei Nachfrage unter anderem damit verblüfft, dass ein Eisenbahnanschluss des Rookhus ans öffentliche Netz geplant sei.

In die Grundphilosophie des Familotel Rookhus „Spannender und entspannender Familienurlaub in der Natur“ wurden somit rund 100.000 Euro investiert. Außerdem wurde 2021 ein Mitarbeiterhaus erworben, in dem elf Mitarbeiter neben Gemeinschaftsräumen, einem Fitnessraum, einem 2000 Quadratmeter großen Garten vor allem bezahlbaren Wohnraum finden.