Ein Bild für das Geschichtsbuch: Die Leussower vor ihrem neuen Dorfgemeinschaftshaus. In den grünen Shirts die Vereinsmitglieder.

Die Leussower haben es einfach drauf. Meine Wenigkeit ist ja so im Laufe der Jahre auf viele Dorffeste gekommen, aber das in Leussow ist immer wieder eines der schönsten, wenn nicht das schönste. In diesem Jahr hat der rührige Dorfverein gefühlt noch eine Schippe draufgelegt. Immerhin gab es die Einweihung des neuen Dorfgemeinschaftshauses zu feiern.

Rund zwölf Monate hat es gedauert vom Richtfest mit Grundsteinlegung bis zum heutigen Freudentag. Das tolle Gebäude hat 334 500 Euro gekostet, 262 000 Euro davon kommen aus dem europäischen LEADER-Topf. Bereits im August 2015 hatte die Stadtvertretung Mirow den Ersatzbau für den alten Dorfkonsum beschlossen, bis dahin Adresse des Dorfvereins.

Mirows 1. stellvertretender Bürgermeister und stolzer Leussower Henry Tesch dankte heute in Abwesenheit des erkrankten Bürgermeisters Karlo Schmettau den Abgeordneten noch einmal für ihren Beschluss. Zugleich würdigte er die Verdienste aller anderen Beteiligten, darunter des Planungsbüros Niemann, Schult und Partner aus Neustrelitz. Tesch ist der geistige Vater des Dorfgemeinschaftshauses, was wiederum die Dorfvereinvorsitzende Anke Schwirrath hervorhob und was mit viel Applaus der Festbesucher gewürdigt wurde. „So mancher hat nicht daran geglaubt, dass wir das schaffen“, freute sich Henry Tesch im Gespräch mit mir.

Anke Schwirrath, Henry Tesch, Horst Meissner und Wilhelm Lömpcke (von rechts) eröffnen das Fest.

Der evangelische Pastor Wilhelm Lömpcke aus Schwarz und der katholische Diakon Horst Meissner aus Mirow wünschten der Dorfgemeinschaft und ihrem neuen Domizil Gottes Segen. „Die Leussower haben etwas gewollt, und das hat Wirkung gezeigt. In Gemeinschaft lässt sich viel erreichen, und Gemeinschaft braucht ein Zuhause“, so Lömpcke. „Unsere Dörfer leben von denen, die da geblieben sind, und denen, die dazukommen.“ In diesem Zusammenhang apellierte der Geistliche an den Gemeinschaftssinn, an das Miteinander.

Hier machen die Leute selbst

Wer heute nicht in Leussow war, der hat mit Sicherheit von der Wahnsinnskaffeetafel bis zum abendlichen Auftritt von eR&eR, der Live-Band von Reinhard Gust und Reico Siatkowski mit Laura Kullack und Christoph Gust, nicht nur etwas, sondern viel verpasst. Auch Wesenbergs Bürgermeister Helmut Hamp und Prieperts Bürgermeister Manfred Giesenberg schauten bei den Nachbarn vorbei und erlebten entlang der Dorfstraße bis hinein in die Hofeinfahrten ein Fest, das für Maßstäbe sorgt. Hier wird nichts vorgesetzt, hier machen die Leute selbst. Klasse!

Herauszustellen ist noch, dass das Sommerfest in Leussow das reihum gehende Fest der Dörfer der ehemaligen Gemeinde Roggentin, die 2014 von Mirow eingemeindet wurde, im Jahrgang 2018 war. Ein Dankeschön sagte Anke Schwirrath in diesem Zusammenhang den Qualzowern. Die hatten im vergangenen Jahr außer der Reihe übernommen. So konnten die Leussower Fest und Hauseinweihung zusammenlegen.

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