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Eine verdächtige Briefsendung mit offensichtlichen Drähten im Amtsgericht Waren wurde am Montagmorgen gegen 9.45 Uhr der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg gemeldet. Die Justizbediensteten leiteten umgehend die Evakuierung des Gerichtsgebäudes ein und deponierten den Brief in einem gesonderten Raum. Zudem mussten eine Gerichtsverhandlung und eine Zwangsversteigerung unterbrochen werden. Im Anschluss wurden das Amtsgericht sowie der Außenbereich durch Polizeibeamte gesperrt.

Gegen 11 Uhr traf der Munitionsbergungsdienst aus Mirow ein und begann mit der Überprüfung des Briefes. Hierbei kam ein mobiles Röntgengerät zum Einsatz. Es konnte Entwarnung gegeben werden. Nach Öffnung des Briefes kamen glitzerndes Pulver und zwei Drähte zum Vorschein, die als ungefährlich eingestuft wurden. Um 11.30 Uhr wurden die Sperrmaßnahmen aufgehoben und das Gebäude freigegeben.

Der Brief samt Inhalt wurde als Beweismittel und zum Zweck der kriminaltechnischen Untersuchung sichergestellt. Zur Spurensuche und -sicherung befanden sich die Beamten des Kriminaldauerdienstes Neubrandenburg im Einsatz. Erste Ermittlungen vor Ort ergaben Hinweise auf einen vermeintlichen Absender aus Neubrandenburg.

Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachtes der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. Das mögliche Strafmaß bewegt sich zwischen einer Geldstrafe und bis zu drei Jahren Freiheitsentzug,