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Es ist vollbracht: Grenzenloser Jubel bei den Jungs von Coach Dirk Heß nach dem klaren Heimerfolg. Fotos: Ole Post

Mit einem grandiosen 3:0-Sieg (25:25:23, 29:27, 25:15) haben sich unsere Drittligavolleyballer vom PSV Neustrelitz heute in ihrer Hochburg Strelitzhalle vom Erzrivalen VfL Pinneberg getrennt. Damit beendet die Truppe von Trainer Dirk Heß die Saison auf dem Treppchen. Ob es der zweite oder der dritte Platz ist, steht zur Stunde noch nicht fest. Herzlichen Glückwunsch auch von Strelitzius, der die Jungs durch die Spielzeit begleitet hat.

Der Block der Neustrelitzer, von links Sebastian Krause, Ricardo Galandi und Ludwig Fentzahn, hatte heute vor allem in den ersten beiden Sätzen Schwerstarbeit zu leisten.

In einer von der Spannung der ersten beiden Sätze und weniger von der ganz großen spielerischen Qualität geprägten Begegnung vor rund 400 am Ende völlig ausflippenden Zuschauern begannen die Gastgeber nervös und mussten bis zum 13:13 ständig einen Rückstand verkraften. Mit einem Ass von Ricardo Galandi wurde dann die Wende eingeleitet. Zwar kamen die Pinneberger noch einmal auf 18:18 heran. Aber dann gaben die Neustrelitzer das Spiel nicht mehr aus der Hand und Galandi machte mit einem Angriffshammer den Sack auch im zweiten Anlauf zu.

Durchgang 2 zeigte zunächst an ein Spiel auf Augenhöhe, bevor die PSV-Mannen in einen super Spielrhythmus fanden und es richtig Spaß machte, ihnen zuzuschauen. Die 15:9-Führung war der verdiente Lohn. Aber, wie gewonnen, so zerronnen, beim 23.23 war wieder alles offen. Für die Zuschauer begannen dann permanente Kniebeugen, in der Strelitzhalle erhebt man sich bei Satzbällen für die Hausherren. Und davon gab es reichlich. Unbeschreiblicher Jubel, als die Sache beim 29:27 endlich ausgestanden war. Nach einem Bombenpass von Ludwig Fentzahn hämmmerte Sebastian Krause, der heute Licht und Schatten zeigte, den Ball in die gegnerische Hälfte.

Dankeschön an Zuschauer und Spieler

Während einer zehnminütigen Wettkampfpause bedankte sich Dirk Heß für weit über 3000 Zuschauer, die bei den Heimspielen seines Teams in dieser Saison am Glambecker See dabei waren, und beim Organisationsteam hinter den Kulissen. Im Anschluss rief er in einem sehr emotionalen Auftritt jeden Einzelnen seiner Spieler auf und würdigte ihn mit ein paar Worten.

Andrej Storozhenko, hier bei der präzisen Ballannahme, wurde als bester Spieler der Neustrelitzer geehrt. Neben ihm von links Sebastian Krause und Libero Marian Spasic.

Dirk Heß wünschte dann noch viel Spaß bei den „folgenden Sätzen“. Davon gab es zum Glück nur noch einen. Den Pinnebergern war der Zahn gezogen, die Neustrelitzer wussten auf fast jede gegnerische Aktion eine Antwort, und am Ende ging der Durchgang mit zehn Punkten Differenz glasklar an den PSV. Als bester Spieler wurde zum wiederholten Mal Publikumsliebling Andrej Storozhenko geehrt. Eine ganz besonderes Statement gab heute Philipp Fleck ab. Er lief im Trikot seines Bruders Toni auf, der bei der letzten Partie der Saison leider beruflich verhindert war.

„Wir haben nach einem zwei Sätze lang zähen Spiel unser Saisonziel erreicht, am Ende auf das Treppchen zu kommen“, freute sich mein Blogpartner Dirk Heß nach dem überzeugenden Finale. „Wir sind sehr stark in die Spielzeit gestartet, sind dann durch Verletzungen und vor allem die sehr schwierigen Trainingsbedingungen ein bisschen aus dem Tritt gekommen. Das gilt es für die Zukunft zu bedenken, wobei wir da bei einem über drei Bundesländer verteilten Kader auch noch keine Lösung haben.“

Im April werde es Gespräche geben, wie sich die Mannschaft in der kommenden Drittligasaison aufstellt. Dirk Heß räumte ein, dass es ihm doch ein bisschen an die Nieren geht, nach sechs Jahren überregionalen Volleyballs nun mit seiner Mannschaft auf dem Treppchen der 3. Liga Nord zu stehen. Wer will es ihm verdenken!