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Seit acht Jahren gehen die Mirower für ihre Ortsumgehung auf die Straße. Fotos: Kevin Lierow

Trotz der Kälte haben auch am Donnerstagabend wieder zahlreiche Mirower für die Umgehungsstraße demonstriert. Sie hatten eigentlich Landrat Heiko Kärger erwartet, der seine Teilnahme aber kurzfristig absagen musste. Mit Glühwein wurde gegen die frostigen Temperaturen angegangen und die Stimmung aufgehellt, die nach den jüngsten Negativnachrichten (Strelitzius berichtete) nicht die beste ist.

Wie Marian Lopuszanski, Vorsitzender der Bürgerinitiative, den Kundgebungsteilnehmern mitteilte, wird es im April keine Demonstration geben. Dafür ist im Mecklenburger Hof am 19. April um 18 Uhr eine Großveranstaltung geplant. Die dazu angekündigten Vertreter der Straßenbaubehörde und des Verkehrsministeriums bedachte der Sprecher schon im Vorfeld mit wenig freundlichen Worten. Er könne nur hoffen, „dass die ihre Arbeit diesmal gut gemacht haben“.

Das zumindest konnte der Landtagsabgeordnete der Linken, Torsten Koplin, in Aussicht stellen. Er habe am Rand einer Sitzung des Finanzausschusses erfahren, dass die Planungen im Verkehrsministerium jetzt wasserdicht seien und auch einer richterlichen Prüfung standhalten sollten. Ende April soll das Verfahren wieder in Gang gesetzt werden. Zugleich versicherte Koplin, dass sich der Einsturz der Autobahn 20 bei Tribsees und die damit verbundenen Millionenkosten nicht auf das Projekt Ortsumgehung Mirow auswirken werden. „Allerdings werden wir noch sehr lange, vielleicht mehrere Winter, für die Umgehungsstraße demonstrieren müssen“, schätzte Koplin ein.

Einen Appell richtete Marian Lopuszanski an Bürgermeister Karlo Schmettau. Er erwarte, so der Aktivist, dass die Stadt die Protestmaßnahmen der Bürger finanziell unterstütze. „Dafür muss einfach Geld da sein“, sagte er. Zugleich kritisierte er, dass sich zur gestrigen Demo lediglich ein Mirower Stadtvertreter eingestellt hatte.