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Neustrelitz gehört zu den touristischen Verlierern der Region, um es noch gelinde auszudrücken. Nach Angaben des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Übernachtungen zwischen 2000 und 2017 um 29 Prozent zurückgegangen. Auch Neubrandenburg gehört zu den Kommunen mit Einbußen. Hier ist es im gleichen Zeitraum ein Rückgang von 15 Prozent, wie mir Tobias Woitendorf, stellvertretender Geschäftsführer des Verbandes, nach seiner Teilnahme an der Schlossberg-Konferenz in Neustrelitz in der vergangenen Woche mitteilte. Schaut man sich die Spanne zwischen 2010 und 2017 an, so kommt Neustrelitz sogar auf ein Minus von sage und schreibe 45 Prozent, die Viertorestadt von zwölf Prozent.

Eine gänzlich andere Entwicklung zeigt sich in Waren an der Müritz. Hier haben sich die Übernachtungen zwischen 2000 und 2017 verfünffacht. Der erhebliche Rückgang der Übernachtungszahlen in Neustrelitz ist umso besorgniserregender, als sich zwischen 2000 und 2017 auch die Zahl der Übernachtungen in der Seenplatte um satte 84 Prozent nach oben bewegt hat und seit 2010 in etwa stabil ist. In Mecklenburg-Vorpommern haben die Übernachtungszahlen in den vergangenen 17 Jahren um 63 Prozent zugelegt, davon in den vergangenen sieben Jahren um elf Prozent. Neustrelitz ist ganz offensichtlich trotz aller auch positiven Entwicklung der jüngeren Zeit für Touristen nicht interessant genug bzw. gibt keine größere Verweildauer her. Es besteht also dringender Handlungsbedarf.