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Der erste Akt des Trauerspiels um die Zukunft des Neustrelitzer Theaters ist vorbei. Und einer hat mit Sicherheit zwischenapplaudiert: Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD). Der Kreistag Mecklenburgische Seenplatte hat am Montagabend für die umstrittenen Fusionspläne mit dem Theater Vorpommern Stralsund/Greifswald zum Staatstheater Nordost gestimmt. Und das mit großer Mehrheit. Damit ist ein Sargnagel eingeschlagen.

Der Hickhack aus dem Neubrandenburger Rathaus spricht darüber hinaus Bände. Scheiterte ein Beschluss pro Brodkorb zunächst ausgerechnet am Abstimmungsverhalten seiner Genossen unter den Ratsfrauen und Ratsherren, die sich größtenteils enthielten, so hat ein Telefonat des Ministers mit Fraktionschef Oppermann unmittelbar danach offensichtlich Wunder bewirkt. Flugs beantragten die Sozis eine Sondersitzung zum Theater. Die soll am 9. April stattfinden. Angeblich seien Oppermann& Co. dann schlauer. Das stinkt gewaltig.

Zeitgleich wird das Votum aus Neustrelitz erwartet, wo der Widerstand in der Bevölkerung gegen die Schweriner Pläne am größten ist. Hier wird sich die Stadtvertretung am 9. April um 18.30 Uhr in der Aula der Integrierten Gesamtschule positionieren. Reihen sich die Volksvertreter der Residenzstadt unter die Totengräber ein? Man darf gespannt sein. Zumindest sind sie – siehe Versammlungsort – auf reichlich Publikum eingestellt.