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Nach Erkenntnissen von Strelitzer Naturschützern steht der Biber kurz vor Wesenberg. Der Kellenträger muss in diesem Jahr nur noch die Schleuse aus Richtung Ahrensberg überwinden, und es winkt ihm sogar ein Denkmal am Hafen der Woblitzstadt. Vorausgesetzt, Bürgermeister Helmut Hamp gelingt es, das nötige Geld aufzutreiben. Strelitzius als Ortsansässiger drückt dem zur Ehrung vorgesehenen Pelzträger jedenfalls alle verfügbaren Daumen. Obwohl ein entfernter Verwandter des Knabbertiers fast für einen Herzinfarkt beim Schreiberling gesorgt hätte.

Denn was in Wesenberg ein Grund zum Feiern ist, ist in Neubrandenburg Alltag. Zumindest am Oberbach, wo mein Auto jetzt regelmäßig im Garten einer guten Freundin parkt. Und wo es zu dieser Jahreszeit gegen 20 Uhr auch so schön dunkel ist, dass sich der nachtaktive Vierbeiner ans Ufer traut. Marder kennt meine Gehhilfe ja schon, Biber wohl nun auch. Jedenfalls hat mich der Riesennager erst ganz cool bis an die Autotür gelassen, bevor er sich neben ihr geräuschvoll ins Wasser platschen ließ. Und die wuscheligen Teile sind im Durchschnitt 18 Kilo schwer. Zieht euch das mal rein, liebe Leser. Stockfinster war’s. Da lacht man gar nicht mehr, sondern kreischt wie ein altes Weib. Bloß gut, dass er und ich allein waren. Wie peinlich!