Schlagwörter
Gedenken, Kracht, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Stolpersteine, Verlegung, Wesenberg, Winks

Unter großer öffentlicher Anteilnahme sind heute Morgen in Wesenberg drei Stolpersteine verlegt worden. Vor der Bäckerei in der Hohen Straße erinnern sie an das Schicksal der Eheleute Johann und Frieda Winks, die als Zeugen Jehovas von den Nationalsozialisten verfolgt und inhaftiert wurden, und von Paul Kracht, der als Mitglied der KPD wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ Gefängnis und KZ erleben musste und 1938 in der sogenannten Heil- und Pflegeanstalt“ Domjüch an den Folgen verstarb. Johann und Frieda Winks erlebten wegen ihres Glaubens später in der DDR weitere Repressalien und reisten schließlich in den Westen aus.
Der Künstler Gunter Demnig, der das Projekt Stolpersteine 1992 ins Leben gerufen hat, ließ auch vor dem Geburtshaus der Geschwister Paul und Frieda die Gedenktafeln ins Pflaster ein. Johann und Frieda Winks lebten später in der Tiergartenstraße. Inzwischen sind von Demnig und seinen Vertretern weit über 100.000 Stolpersteine in Deutschland und anderen europäischen Ländern verlegt worden.
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