
„Bis Johanni, nicht vergessen, sieben Wochen Spargel essen.“ Die alte deutsche Volksweisheit umspannt den Zeitraum Ende April bis 24. Juni, dem Johannistag. Da bleibt ja zum Glück noch ein bisschen Zeit für weiteres verspargeltes Schwelgen. Wir bemühen uns schon, Rendezvous mit dem Edelgemüse auf diese Spanne zu begrenzen. Gelegentliche Ausraster in der Strelitzius-Küche, zuletzt am 7. April diesen Jahres, unter dem Druck der Globalisierung des Handels auch mit den begehrten Stangen lasse ich mal unkommentiert.
Nun sind wir jedenfalls mitten im Spargelkalender, ein Kilo vom Grünen wurde erstanden, wenn auch einmal mehr nicht am Straßenrand, und es folge zwangsläufig der Strelitzius-Klassiker „Überbackene Spargelnudeln“. Klassiker stimmt nicht hundertprozentig, weil, an meinen Gerichten wird erwartungsfroh von meiner genussfreudigen Wenigkeit immer herumgeschraubt. Jedenfalls habe ich den Spargel vom Holz befreit, den Schaft mundgerecht zerteilt und die Spitzen separiert.
Dann habe ich vier kleine Zwiebeln und fünf Knobizehen geschält und feingehackt. Beides habe ich in drei Esslöffeln Butter in einer größeren Pfanne mit 150 Gramm Schinkenwürfeln angedünstet.
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