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Max Odebrecht

Warum laufen die Brunnen in Neustrelitz noch nicht? Diese Frage wurde dem Neustrelitzer Stadtpräsidenten Max Odebrecht in den vergangenen Wochen immer wieder gestellt. „Der Grund liegt in diesem Jahr tatsächlich beim städtischen Haushalt. Zwischen Stadtverwaltung und Stadtvertretung gab es wie berichtet längere Gespräche und Verhandlungen über den Haushalt 2026. Dadurch wurde der Haushalt deutlich später beschlossen als gewöhnlich“, so Odebrecht, der sich als Vermittler zwischen den verhärteten Fronen eingesetzt hatte.

Und nun brauche es noch die Genehmigung des Etats durch die Kommunalaufsicht beim Landkreis. Der Stadtverwaltung sei also kein Vorwurf der Verschleppung zu machen, sie brauche schlichtweg Rechtssicherheit, erfuhr Strelitzius. Einfach das Wasser andrehen, wie von vielen Bürgern gefordert, gehe nicht, auch wenn es schwer nachvollziehbar sei.

Die Brunnen gehörten zu den freiwilligen Leistungen einer Stadt. Das bedeute, dass die dafür notwendigen Aufträge und Ausgaben erst dann auf den Weg gebracht werden können, wenn die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen sind. Hinzu komme, dass solche Leistungen im öffentlichen Bereich regelmäßig neu ausgeschrieben und vergeben werden müssen. Die Wartung der Brunnen könne deshalb nicht einfach automatisch weiterlaufen, sondern müsse rechtssicher neu beauftragt werden. Die Ausschreibung laufe derzeit. Die Vergabe solle in den ersten beiden Juniwochen erfolgen, sodass die Brunnen anschließend Schritt für Schritt wieder in Betrieb genommen werden können.

„Brunnen sind keine gesetzliche Pflichtaufgabe einer Stadt“, betonte der Stadtpräsident abschließend. „Sie gehören aber zu den Dingen, die eine Stadt lebenswerter machen und für Aufenthaltsqualität sorgen. Deshalb hoffe ich, dass wir das Wasser schon bald wieder plätschern hören können.“