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Ausstellung, Feldberg, Haus des Gastes, Japan, Keiss, Kulturverein, Mecklenburg-Strelitz, Tuschemalerei

Waldemar Keiss lebt und arbeitet in der Feldberger Seenlandschaft. Seit vielen Jahren interessiert er sich für unterschiedlichste Aspekte der japanischen Lebensphilosophie. Einer dieser Aspekte ist Sumi-e, die japanische Tuschemalerei. Sie stellt für Waldemar Keiss die ideale Malweise dar, da sie seinem Wunsch entspricht, die Welt in klarer und reduzierter Form so darzustellen, wie er sie sieht und fühlt. Eine Ausstellung mit Arbeiten von ihm wird am kommenden Freitag, 27. März, um 19 Uhr, im Haus des Gastes in Feldberg eröffnet.
Die Ausstellung präsentiert verschiedene Arbeiten von Waldemar Keiss, wobei ein Fokus auf den vier „Edlen“ (Bambus, Pflaume, Orchidee und Chrysantheme) liegt, da in diesen Motive alle Techniken des Sumi-e enthalten sind. Aber auch Tierdarstellungen finden Platz. Neben der Vernissage weist der Kulturverein Feldberger Land schon jetzt auf die Finissage am Sonntag, den 14. Juni, hin. Dann gibt Waldemar Keiss eine praktische Sumi-e-Vorführung und zeigt die Vorgehensweise bei der Tuschemalerei. Auch wird dann eine seiner Arbeiten zugunsten der ehrenamtlichen Arbeit des Kulturvereins versteigert.
Sumi-e basiert auf dem Einfluss des Zen-Buddhismus, der im 12. Jahrhundert nach Japan kam und seither die japanische Kultur neben dem Shintoismus maßgeblich prägt. Es wird mit den vier sogenannten „Schätzen“ gearbeitet: Reibestein, Stangentusche, Pinsel und Papier. Mit dieser Technik entstehen ausdrucksstarke Bilder, die sich auf das Wesentliche konzentrieren. Ihre Stärke liegt in der Reduktion. Die Abbildungen widmen sich dem Kerninhalt und der fesselnden Aussagekraft, sie verlieren sich nicht in Details.
Die Tuschemalerei ist sowohl ein Handwerk, als auch ein spiritueller Weg. Neben der exakten Beherrschung des Materials und der Technik muss der Künstler sich in Achtsamkeit üben. Seine Hingabe gilt der Präsenz im Hier und Jetzt, da er das Essentielle feststellen und zu Papier bringen möchte. Diese achtsame und aufmerksame Herangehensweise überträgt sich im Idealfall auch auf das eigene Leben.
Ausstellung in der Galerie des Kulturvereins Feldberger Land e.V.
im Haus des Gastes, Feldberg, Strelitzer Str. 42
Öffnungszeiten:
März: Mo – Fr 10 – 16 Uhr
Juni: Mo- Fr 9 – 18 Uhr, Sa 10 – 13 Uhr
