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Fußball, Greifswalder FC, Landespokal, Mecklenburg-Strelitz, Spielbericht, TSG Neustrelitz

Unsere Fußball-Oberligisten der TSG Neustrelitz sind nach einer großartigen Leistung im Viertelfinale des Landespokals gegen die Regionalligisten des Greifswalder FC mit 1:3 (0:0) nach Verlängerung ausgeschieden. TSG-Kapitän Nils Röth hatte in der 105. Minute kurz nach seiner ungewöhnlichen Einwechslung in die Offensive, bis dahin trug Justus Guth die Kapitänsbinde, die Platzherren im Parkstadion vor rund 850 Zuschauern prompt per Kopf in Führung gebracht.
Aus dem Greifswalder Fanblock Rufe wie „Das darf doch wohl nicht wahr sein“ und „Jetzt reißt euch mal zusammen“ an die Adresse der eigenen Mannschaft. Könnte gewirkt haben… Der Jubel der TSG-Anhänger war kaum verhallt, da glichen die Regionalligisten nach dem letzten Seitenwechsel in der 108. Minute durch Grace Honore Bokake Bolufe aus. Jean Luca Beck (110.) und David Vogt (119.) sorgten für den Endstand.
Aus einer kaum überwindlichen Abwehr mit einem wieder sehr guten Schlussmann Elias Oliver Höftmann setzten die Neustrelitzer, die früh pressten und den Gegner kaum zur Spielentfaltung kommen ließen, immer wieder Nadelstiche. Wobei sich das Fehlen des gesperrten Neustrelitzer Torjägers Manual Härtel schon bemerkbar machte, der vorn stets für Unruhe sorgt und bis zu drei Gegenspieler bindet. Das aufopferungsvolle Agieren der Strelitzer Jungs hätte noch in der regulären Spielzeit belohnt werden müssen, aber sie waren mal wieder nicht mit Fortuna im Bunde. Younes Laribi, in der 68. Minute auf den Platz geschickt, traf mit seinem Distanzschuss aus zentraler Position in der 79. Minute nur die Latte. Das hätte es gewesen sein können! Zuvor hatte Höftmann mit zwei Glanzparaden das 0:0 gehalten.
Leider ließen in der zweiten Halbzeit der Verlängerung die Kräfte der Residenzstadtkicker dann doch nach, und die Greifswalder nutzten ihre Möglichkeiten. Da konnte auch der TSG-Keeper nichts mehr ausrichten. Dennoch, das muss dick unterstrichen werden, hat sich unsere Elf bis zum Schlusspfiff nicht aufgegeben und gekämpft wie die Löwen.
Kapitän Röth: Klassenunterschied war nicht erkennbar
„Es war über 120 Minuten ein überragender Kampf unserer Mannschaft“, schätzte Nils Röth nach der Partie im Gespräch mit Strelitzius ein. „Ein Klassenunterschied war nicht erkennbar. Spieler von uns sind heute über sich hinausgewachsen. Nicht umsonst stehen wir in der Liga-Tabelle da, wo wir stehen, das haben wir heute bestätigt. Wir waren mit dem Regionalligisten auf Augenhöhe.“
TSG-Coach Thomas Franke: „Es ist ärgerlich, dass wir die 1:0-Führung nicht über die Zeit gebracht haben. Wir hatten gute Möglichkeiten, das Spiel für uns zu entscheiden, aber der Gegner hat es auch gut gemacht. Am Ende haben es beide verdient weiterzukommen. Wir haben bestätigt, was wir leisten können.“
Sprecher Neubauer: Sehr, sehr gut verkauft
Das letzte Wort habe ich TSG-Sprecher Stephan Neubauer gegeben: „Diese Pokalpartie hat das Leistungsvermögen der TSG über 120 Minuten widergespiegelt, und das haben wir so auch erwartet. Trotz des Ergebnisses haben wir uns sehr, sehr gut verkauft. Es war ein rassiger Pokalfight, und damit können wir gut in die kommende Woche gehen.“
Wo gleich zwei Heimspiele auf die Strelitzer Jungs (4.) warten, bei denen sechs Punkte eingeplant sind. Am kommenden Donnerstag um 20 Uhr gastiert Dynamo Schwerin (13.) im Neustrelitzer Parkstadion und am Ostersonntag um 13.30 Uhr Viktoria Berlin (16.).
In der heutigen Halbzeitpause haben Peter Dluzewski, Staffelleiter beim Landesfußballverband, und der Neustrelitzer Stadtpräsident Max Odebrecht auf dem Rasen des Parkstadions das Halbfinale im Landespokal ausgelost. Der Greifswalder FC empfängt Hansa Rostock und der SV Pastow die Mannen von Anker Wismar.






