Schlagwörter

, , , , ,

Johannes Mönnich (links vorn) wird den Neustrelitzern sehr fehlen.

Den Volleyballern des PSV Neustrelitz in der 2. Bundesliga Nord ist es zum Saisonabschluss vor heimischem Publikum in der Strelitzhalle nicht gelungen, nach einer sehr durchwachsenen Saison wenigstens noch für einen versöhnlichen Schlusspunkt zu sorgen. Sie unterlagen den zuvor punktgleichen Nachbarn aus Lindow-Gransee klar mit 0:3 (21:25, 23:25, 21:25). Zum Ausklang findet sich unser Team damit auf Rang 10 der Tabelle wieder, dahinter nur noch die beiden Absteiger.

Sicherlich, der PSV Neustrelitz hat die Spielklasse gehalten, aber der Anspruch an die Bundesliga-Volleyballer aus der Residenzstadt ist nun mal ein anderer: oben mitspielen, wie gehabt. Da ist dringender Handlungsbedarf, soviel dürfte vor der kommende Saison 2026/27 klar sein. Unbedingt zu berichten: 673 Zuschauer erlebten das Spiel, das ist Saisonrekord. Die Gäste waren mit eigenem Fanblock vertreten und am Ende natürlich die Besucher mit allem Grund zum Jubel. Insgesamt eine tolle Stimmung in der Strelitzhalle, spannend war es ja im Auf und Ab, beste Werbung für den Volleyballsport

Konnte man den ersten verlorenen Satz noch unter Startschwierigkeiten verbuchen, nicht unüblich bei den Neustrelitzern, so zogen die Gäste aus Lindow-Gransee auch im zweiten Satz schnell auf einen Vier-Punkte-Vorsprung weg. Den konnte der PSV zur Freude seiner Fans nicht nur egalisieren, sondern das Team von Coach Fabio Bartolone schien selbst die Oberhand zu gewinnen, zwischenzeitlich selbst drei Zähler voraus. Aber, zu früh gefreut, zum Satzende reichte die Luft wieder nicht. Im dritten Durchgang konnten die Gastgeber erneut einen komfortablen Vorsprung nicht über die Runden bringen, am Ende die klare Niederlage in drei Sätzen. Wundertüte PSV, man weiß nie, was rauskommt…

Als beste Akteure wurden bei den Gästen Zuspieler Philipp Jankowski und bei den Neustrelitzern Johannes Mönnich (zum letzten Mal in den Reihen des PSV) geehrt. Nur die besten Wünsche für dich, lieber Johannes, auch von Strelitzius. Auch ich weiß, was wir an dir hatten, sportlich wie menschlich!!!

Teammanager räumt ein: Besseres Abschneiden gewünscht

Ich habe nach der Partie mit PSV-Teammanager Marc Lessing gesprochen. Der stellte den „schönen Volleyball-Abend“ vor die deutliche Niederlage seiner Mannschaft. Die Kulisse habe „echt Erstliga-Niveau“ gehabt, wie ihm von verschiedenen Seiten bestätigt worden sei. „Natürlich haben wir uns ein besseres Abschneiden gewünscht, gerade heute Abend. Die Saison hat aber auch gezeigt, wie eng die Teams in der Liga beieinander lagen. Unser oberstes Ziel, die 2. Bundesliga zu halten, haben wir erreicht. Unsere Wünsche vor der Saison waren natürlich andere, aber schon in der Hinrunde hat sich gezeigt, dass wir den Erwartungen hinterherhinken“, räumte Lessing ein.

Der Teammanager stellte in Aussicht, dass der Kader des PSV Neustrelitz, gerade auch nach der heutigen Verabschiedung von Diagonalangreifer Johannes Mönnich, verstärkt wird. An Trainer Bartolone wird festgehalten, allerdings soll ihm ein Cotrainer zur Seite gestellt werden. Hatten wir schon beim PSV. Schließlich soll die Trainingsintensität von zwei auf drei Einheiten pro Woche erhöht werden. Marc Lessing abschließend gegenüber Strelitzius: „Wir werden organisatorisch einiges in Bewegung setzen.“

Sponsor Sparkasse Mecklenburg-Strelitz, die mit ihrer Vorstandsvorsitzenden Susanne Schön samt Maskottchen in der Strelitzhalle vertreten war, überreichte einen Scheck in Höhe von 2000 Euro an die Volleyballer des PSV. Die Sparkasse sorgte auch für ein Gewinnspiel, verteilte Mini-Bälle unter die Fans und spendierte beiden Mannschaften des heutigen Abends je eine Kiste Bier. Bei der die Strelitzer Jungs wohl eben noch sitzen.

Spieltagssponsorin Susanne Schön mit Johannes Mönnich (rechts) und Philipp Jankowski.
Susanne Schön überreicht den Scheck an die Teammanager Sven Gröhe und Marc Lessing sowie Luisa Noack vom Vorstand der Abteilung Volleyball des PSV (von links).